27.10.2019

Abwehrbollwerke halten dicht

Kreisoberliga Süd: Torloses Remis im Topspiel Kressenbach/Ulmbach gegen Gundhelm/Hutten

Jan Breitenberger (blau) konnte im Spitzenspiel nicht seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen. Foto: Corbis

Das mit einem torlosen Remis endende Spitzenspiel der Kreisoberliga Süd zwischen der SG Kressenbach/Ulmbach und Tabellenführer SG Gundhelm/Hutten ausschließlich an Toren und Chancen zu bemessen, würde dieser Begegnung nicht gerecht. Denn Tore gab es keine zu feiern, und auch großartige Möglichkeiten waren eher dünn gesät.

Der Spielaufbau beider Teams, die Einstellung, ferner der enorme Einsatzwille von der ersten Minute an waren durchaus gruppenligatauglich. Und dass die zahlreich erschienen Zuschauer im permanenten Dauerregen und kalten sieben Grad nichts zu jubeln hatten, das lag an zwei absolut herausragenden, sicher stehenden und imponierenden Abwehrketten, die kaum etwas zuließen.

„Ich finde wir waren heute die aktivere Mannschaft, die die etwas größeren Spielanteile für sich beanspruchte“, urteilte Kressenbach/Ulmbachs Spielertrainer Tim Mulfinger, der leicht angeschlagen kurz vor dem Seitenwechsel das Feld verließ. Mulfingers Gegenüber Anton Balz zeigte sich mit dem Unentschieden, dem ersten für seine Elf in dieser Saison, durchaus zufrieden: „Das war eine gute Leistung von uns, leider haben die Platzverhältnisse kein noch besseres Spiel zugelassen.“Die hohen Ansprüche, die beide Coaches an ihre Schützlinge hegen, wurden früh erfüllt. Kaum war der Anpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Daniel Bittner aus Petersberg ertönt, da legten beide Teams mit hohem Tempo, fairem Körpereinsatz und maximaler Motivation los.

Mut hatten sowohl Tim Mulfinger als auch Anton Balz mit der Nominierung der Startelf bewiesen. Mulfinger setzte auf eine Doppelspitze, bestehend aus ihm selbst und Jan Breitenberger. Balz fuhr gewaltiges Offensivpotenzial auf, brachte von Beginn an Simon Deuker, der schon nach fünf Minuten verletzt passen musste, ferner zudem Lucas Link und Benedikt Kreß. Kreß sah sich in Marius Huhn einem überragenden Kontrahenten gegenüber, der dessen Schnelligkeit gepaart mit enger Ballführung voll gerecht wurde. Kressenbach/Ulmbachs gefährlichster Angreifer Jan Breitenberger befand sich in sicherer Obhut beim körperlich gut zu ihm passenden Abwehrriesen Jonas Christ.
Distanzschüsse waren das probate Mittel auf rutschigem Boden, der auch die Standfestigkeit mancher Akteure auf eine arg harte Probe stellte.

Die größte Möglichkeit überhaupt bot sich Kressenbach/Ulmbachs unermüdlich kämpfenden Patrick Müller II erst in der 88. Spielminute. Aus halblinker Position steuerte er auf Keeper Jens Scheel zu, scheiterte aber an diesem. Weil 120 Sekunden später Jan Breitenberger im Zweikampf mit Jonas Christ im Strafraum zu Fall kam, die Pfeife des Schiris aber stumm blieb, die SG Kressenbach/Ulmbach zudem in der Schlussviertelstunde mehr Druck ausübte, durfte der Punktgewinn für die Gäste als leicht glücklich bezeichnet werden.

Die Statistik

Kressenbach/Ulmbach: Hergenröder; Theodor, P. Müller I, Jobst, Huhn – Bäuscher, Bensing, P. Müller II, Heil (61. Mackenroth) – Mulfinger (42. Betz), Breitenberger.
Gundhelm/Hutten: Scheel; Happ, N. Link, Firle (77. Mildner), Christ – N. Spahn, D. Spahn, Deuker (5. Liebert), L. Link, Kreß – Kohlhepp (55. Staubach).
Schiedsrichter: Daniel Bittner (Petersberg).
Zuschauer: 400.

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