15.05.2018

Acars Tor aus 40 Metern die Kirsche auf der Torte

Gruppenliga: Gajic nach klarer Derbypleite angefressen

Ferit Acar (Bildmitte) lässt sich feiern. Foto: Max Lesser

Der SV Müs hat in der Gruppenliga einen völlig verdienten 4:1 (2:1)-Derbysieg bei der Spvgg. Hosenfeld eingefahren. Während die Germanen damit wieder leise Hoffnung im Kampf um den Ligaverbleib schöpfen, haben sich die Hausherren endgültig aus dem Kampf um Rang zwei verabschiedet.

Dass Hosenfeld der Aufstiegs- und Müs der Abstiegskandidat ist, sah man in den 90 Minuten aber nicht. Während die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer selbstbewusster wurden und fast jede Situation auf spielerische Art und Weise zu lösen wussten, klappte bei der Spielvereinigung fast gar nichts. "Wir haben heute alles vermissen lassen. Jegliche Einstellung hat gefehlt, im Derby haben wir unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt", polterte Hosenfelds Trainer Rodoljub Gajic. "Normalerweise müssen sich die Spieler bei jedem Zuschauer einzeln für diese Leistung entschuldigen."

Schließlich waren trotz Regenwetters gut 250 Leute an den Sportplatz gekommen. Die sahen sogar, wie die favorisierten Gastgeber in Führung gingen. Benedikt Rützel hatte quer auf Loic Djounang gelegt (16.). Es sollte das einzige Highlight des ansonsten so starken Offensivduos bleiben. Die Müser in ihrem 3-4-1-2-System agierten ansonsten unheimlich sicher, spielten fußballerisch ansprechend und erarbeiteten sich auch dicke Gelegenheiten.

"Fußballerisch kann ich der Mannschaft ja seit Wochen keinen Vorwurf machen. Jetzt haben wir uns aber endlich mal belohnt und Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht", freute sich Germanen-Spielertrainer Marc Friedel, der als zentraler Part der Dreierkette viel Ruhe ins Müser Spiel brachte. Das erste Tor erzielte der Spielertrainer unter gehöriger Hilfe der Hosenfelder selbst (27.), den zweiten Treffer erzielte dann ein Mann im rotem Trikot. Andre Gajic beförderte eine Flanke von Gäste-Kapitän Tom Reinhardt über die eigene Torlinie (38.).

Ein Aufbäumen der Hausherren blieb folglich aus, stattdessen spielte in Hälfte zwei fast nur Müs. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel durfte der jüngste Neuzugang Jonas Fröhlich nach guter Vorarbeit von Moritz Carle seinen ersten Gruppenliga-Treffer bejubeln (50.), ehe Joker Ferit Acar für die Kirsche auf der Torte sorgte. Nach einem schlampig ausgeführten Freistoß der Sportvereinigung schoss der Ex-Haimbacher den Ball aus 40 Metern über Keeper Nicolas Jürgens hinweg ins Tor. "Vielleicht geht jetzt nochmal was. Wahrscheinlich kommt der Sieg aber zu spät", so Friedel zu den Aussichten im Abstiegskampf.

Die Statistik:

Spvgg. Hosenfeld: Jürgens - A. Gajic, Göhringer, Gesang, Lang (52. Müller) - Kutluay (54. Lehmann), Mouange Mouange - Erb, Djounang, Mebouinz Bonny - Rützel.
SV Müs: J. Schäfer - T. Reinhardt, Friedel (83. Paszkiewicz), Schell - C. Reinhardt (75. Henkelmann), Claus, Yildirim, Bagci - Sharif - Carle, Fröhlich (58. Acar).

Schiedsrichter: Maximilian Deeg (Bad Hersfeld).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Loic Djounang (16.), 1:1 Marc Friedel (27.), 1:2 Andre Gajic (38., Eigentor), 1:3 Jonas Fröhlich (50.), 1:4 Ferit Acar (71.).

Autor: Steffen Kollmann

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