Muss Flieden reagieren?

Ahmed Tariq droht monatelange Pause

16. Juni 2021, 07:22 Uhr

Kamran Ahmed Tariq (weißes Trikot) plagen seit mehr als einem halben Jahr Knieprobleme. Foto: Charlie Rolff

Viele personelle Veränderungen gibt es im Königreich nicht, mit Rückkehrer Lukas Hagemann (Oberndorf) hat Buchonia Flieden nur einen Neuzugang. Ob noch einer zum Hessenligisten dazustößt, hängt vom Genesungsverlauf von Kamran Ahmed Tariq ab.

Rückblick: Nach tollem Start beim neuen Verein mit zwei Toren und zwei Assists in den ersten drei Spielen zog sich Ahmed Tariq Anfang Oktober einen Meniskusriss zu. Die Operation folgte im November, nach zwei bis drei Monaten sollte der 27-Jährige wieder topfit sein. Doch Schmerzen im Knie begleiten ihn bis heute: "Ich kann nicht richtig laufen, an trainieren oder spielen ist gar nicht zu denken", sagt Ahmed Tariq.

Der Außenstürmer unterzog sich in der vergangenen Woche nun bereits zum dritten Mal in kurzer Zeit einem MRT, er war bei einem Facharzt in München. Dieser stellte einen Knorpelschaden fest. Das Ausmaß der Verletzung soll eine bald folgende Arthroskopie zeigen. "Ich hoffe, dass nichts allzu Großes dahinter steckt. Wenn es ein schlimmerer Knorpelschaden ist, falle ich bestimmt zwei bis drei Monate aus", befürchtet der ehemalige Gibraltar-Legionär, für den es die erste schlimmere Verletzung seiner Laufbahn ist.

Hirsch: "... dann müssen wir reagieren"

Für die Fliedener stellt sich jetzt die Frage, wie er mit Ahmed Tariqs Verletzung umgehen wird: "Wir werden die Arthroskopie abwarten und dann weitersehen. Sollte er länger ausfallen, müssen wir reagieren", betont Trainer Bardo Hirsch, das zweite neue Gesicht bei der Buchonia. Handlungsbedarf würde auch deshalb bestehen, da sich mit Marius Kullmann ein weiterer potenzieller offensiver Außenbahnspieler einer Operation unterziehen musste. Der 24-Jährige wurde am Innenband operiert und wird erst in einigen Wochen wieder voll einsteigen können.

Seine neue Mannschaft hat Hirsch vergangene Woche erstmals auf dem Trainingsplatz gesehen, mehr als ein Kennenlernen, ein paar Spielchen und technische Übungen waren im ersten Aufgalopp aber nicht drin. Ab dem 21. Juni möchte der Nachfolger von Zlatko Radic dann in die richtige Vorbereitung starten. "Die Fitness wird das A und O sein. Die Jungs haben sich zwar nicht auf die faule Haut gelegt, aber wenn ich beim ein oder anderen den Eindruck gewinne, dass etwas fehlt, werde ich dort den Hebel ansetzen", unterstreicht Hirsch.

Bis zum Saisonstart Mitte August könnte das ein oder andere Pokalspiel für die Fliedener anstehen. Im Viertelfinale des letztjährigen Kreispokals geht es zum Gruppenligisten FV Horas, allerdings könnte aufgrund der Schäden am Horaser Sportgelände - besonders die Mauer neben dem Feld ist stark beschädigt - ein Heimrechttausch anstehen. Hirsch hofft zudem auf ein Testspiel gegen einen Drittligisten: "Aber das ist alles noch in der Schwebe. Wie wir auch wollen die höherklassigen Vereine erst einmal versuchen, gegen bessere Gegner zu testen."

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