19.09.2017

Alle können mit Abbruch leben

A-Liga Hünfeld/Hersfeld: Großentaft - Wölf nun am 26.11.

Großentafts Tobias Wiegand (Bildmitte) wird hier in Beschlag genommen. Den kurzen Weg nach Wölf dürfen die Blau-Weißen nochmal zurücklegen. Foto: Charlie Rolff

Nur 25 Minuten loderte am Sonntag am Sportplatz in Großentaft das Derbyfeuer: Die Partie zwischen dem heimischen Blau-Weißen und dem SV Wölf musste aufgrund einer Verletzung des Schiedsrichters frühzeitig abgebrochen werden. Beide Trainer, vor allem Wölfs Coach Michael Straub, konnten damit einigermaßen gut leben.

„Wir hatten vorab zwei Verletzte zu beklagen, und auch ich wollte mit einer Zerrung ohnehin nicht eingreifen“, gibt Straub zu. Er wie auch sein Gegenüber Marcel Müller hatten vorher miterlebt, wie Referee Norman Nieborowsky (Bebra) nach knapp 25 Minuten einen lauten Pfiff von sich gab, ohne dass das Spielgeschehen diesen hergegeben hat. Der Unparteiische ließ sich von Wölfer Seite behandeln, doch seine im Spiel erlittene Zerrung ließ eine Spielleitung nicht mehr zu.

„Der Schiedsrichter hat dann angeboten, aus dem Mittelkreis zu pfeifen. Es war aber ein enges Spiel und das war uns beiden nicht so recht“, gesteht Müller. Laut Straub hätten sich auch pfeifende Mitglieder beider Vereine sowie der Schiedsrichter des vorherigen Reservespiels als Alternative angeboten. „Doch das wollten wir beide nicht. Man stelle sich vor, in der 90. Minute wird ein Elfmeter, der spielentscheidend ist, gepfiffen“, betont Straub. Auch ein Vorschlag des Schiedsrichteransetzers, dass dieser aus Hersfeld kommend weiterpfeifen könne, stieß nicht auf Gegenliebe. „Nach einer Stunde Pause nochmal hochzuschalten ist schwierig“, glaubt Müller, weshalb er und sein Spezi Michael Straub sich schnell einig waren, das Spiel neu ansetzen zu lassen. Ein Termin steht bereits: Das Derby soll nun am 26. November (14.30 Uhr) über die Bühne gehen.

Dass beide Coaches so ruhig mit der abgebrochenen Partie umgehen, rührt auch vom guten Saisonstart her. Straub wie Müller hatten ihre Mannschaften im Sommer übernommen und sind sicher, dass sie ihre Saisonziele „vorderes Drittel“ (Straub) und gesichertes Mittelfeld (Müller) erreichen. / hall

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