06.11.2018

Aller schlechten Dinge könnten drei sein

A-Liga Fulda/Lauterbach: Bimbach verteilt noch zu viele Geschenke

Die Konstanz fehlt bei der Spvgg. Bimbach und Fabian Deuter (rechts) über eine gesamte Saison. Foto: Kevin Kremer

In den vergangenen beiden Jahren hat es für die Spvgg. Bimbach in der A-Liga Fulda/Lauterbach jeweils nur zu einem undankbaren dritten Tabellenplatz gereicht. Die Relegation wurde somit hauchzart verpasst, und auch in dieser Saison droht ein ähnliches Szenario, schließlich steht die Mannschaft von Trainer Robert Lazarevski zur Hälfte der Saison auf Rang vier.

Im Jahr 2016 ging es nach drei Spielzeiten in der Kreisoberliga Mitte wieder in die A-Liga für die Spvgg. Bimbach. Mit Robert Lazarevski wurde ein neuer Trainer verpflichtet, der nun in seiner dritten Saison an der Seitenlinie steht und zweimal nur knapp an einer Aufstiegsrelegation gescheitert war. Waren es in seiner ersten Saison noch drei Punkte auf den TSV Lehnerz III, betrug der Abstand auf die FSG Vogelsberg in der vergangen Saison lediglich ein Punkt. In der aktuellen Saison muss die Lazarevski-Elf bislang Hattenhof, Ilbeshausen und Oberrode den Vortritt lassen. „Unser Manko ist, dass wir bei den vermeintlich kleinen Teams immer wieder Punkte liegen lassen. Das war so in den beiden vorigen Saisons, und das ist dieses Jahr auch so“, weiß der Übungsleiter, der sich noch immer über die fünf verlorenen Punkte gegen den Tabellenletzten Giesel (1:1) und Vorletzten Schlitzerland II (1:3) ärgert. „Wir haben aus den Fehlern in den beiden Jahren nicht gelernt. Es gibt immer noch viele Leute, bei denen in Spielen gegen Mannschaften von unten die Einstellung fehlt. Ohne Biss und eine einhundertprozentige Einstellung wird das nichts.“

Der 44-Jährige ist deshalb mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht wirklich zufrieden, obwohl die Spitze noch längst nicht enteilt ist. Zwei weitere Faktoren zählt Lazarevski auf, wenn es um die Frage geht, warum es noch nicht für ganz oben reicht: „Zum einen fehlt uns die Konstanz. Wir gewinnen zwei Spiele, dann verlieren wir wieder. Zum anderen muss ich die Trainingsbeteiligung bemängeln. Der große Stamm kann meist nur freitags trainieren, da viele arbeitsbedingt unterwegs sind. Unter der Woche stehen wir schon mal mit drei bis sechs Leuten da. Etwas einzustudieren ist daher schwer, aber auch an der Kondition merkt man dies, da wir in den letzten 25 Minuten Probleme mit der Konzentration haben.“

Das Ziel heißt dennoch Kreisoberliga, doch wenn dies ein drittes Mal nicht gelingen sollte, könnten auch Veränderungen möglich sein. „In der Mannschaft sind drei, vier Jungs, die Ambitionen nach oben haben. Es wird sich zeigen, ob alles so zusammenbleibt“, meint der ehemalige Stürmer, der auch weiß, dass sich mit der Zeit einige Dinge einfahren zwischen Trainer und Mannschaft: „Momentan passt noch alles. Wir hatten keine großen Veränderungen in den vergangenen Jahren. Es gibt einen festen Stamm im Kader, was für den Verein spricht, denn jedes Jahr etliche neue Spieler zu holen, ist auch nicht das Richtige. Doch ab und an tut frisches Blut gut.“ In zwei Wochen geht es zum Spitzenreiter Hattenhof, wo es der Spvgg. Bimbach vielleicht gelingt, den Abstand noch vor der Winterpause wieder zu verkürzen.

Autor: Tobias Konrad

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