15.05.2018

Alles bangt mit Hessen Kassel

Regionalligist beeinflusst Abstieg bis in die Kreisoberliga Süd

Sebastian Schmeer (rechts) und der KSV Hessen Kassel müssen weiter bangen. Foto: Charlie Rolff

Sollte die aktuelle Tabellensituation in der Hessenliga so bleiben, wie sie aktuell ist, hängt die gesamte Abstiegsregelung in der hiesigen Region vom Schicksal des KSV Hessen Kassel in der Regionalliga ab. Die „Löwen“ wiederum sind dazu verdammt, die Resultate der Aufstiegsspiele zur Dritten Liga abzuwarten.

Und so entscheiden Spiele wie 1860 München gegen 1. FC Saarbrücken und KFC Uerdingen gegen Waldhof Mannheim (Hinspiele am Donnerstag, 24. Mai, Rückspiele am Sonntag, 27. Mai) auch über das Schicksal der SG Rommerz und des SV Herolz in der Kreisoberliga.

Nur wenn beide Südwest-Vertreter aus Saarbrücken und Mannheim aufsteigen, hält Kassel die Regionalliga. Packt es nur einer von beiden nicht, ist Kassel endgültig abgestiegen.

Das hätte dann Konsequenzen für die Hessenliga. Hier reicht der 15. Platz durch den Rückzug von Borussia Fulda nur dann zum Klassenerhalt, wenn Kassel nicht absteigen sollte. Eben jenen 15. Rang belegt aktuell der OSC Vellmar, der der Verbandsliga Nord zugeordnet werden würde. Und so kommt der Ball ins Rollen.

Durch den möglichen Abstieg von Vellmar müssten dann aus der Verbandsliga Nord fünf Teams absteigen. Darunter wäre neben Petersberg zur Zeit auch die SG Bad Soden, die also auf eine Rettung Vellmars (gegebenenfalls durch Kassel) hoffen muss. Schafft es Vellmar, dann wäre auch Soden als 13. der Verbandsliga gerettet.

Muss Soden aber runter, dann steigen auch aus der Gruppenliga fünf Teams ab. Das wäre aktuell die SG Schlüchtern/Elm, die in die Kreisoberliga Süd absteigen müsste. Das Los von Kassel und nachgeordnet Vellmar und Bad Soden würde dann also auch das Schicksal der SG Schlüchtern/Elm beeinflussen.

Damit nicht genug: Im Falle des Schlüchterner Abstiegs wären nach aktuellem Stand auch der SGRommerz und der SV Herolz aus der Kreisoberliga Süd abgestiegen. Hält Schlüchtern/Elm aber genau wie Kerzell und Bachrain (ebenfalls noch gefährdete Süd-Vertreter) die Liga, dann reicht der vorletzte Platz in der Kreisoberliga Süd für die Relegationsteilnahme und sowohl Herolz als auch Rommerz hätten noch Chancen. Alles klar?

Auf unserem Portal sind die Absteiger in den Tabellen allesamt farblich unterlegt. Unsere Redaktion verfährt wie folgt: Wir bewerten den KSV Hessen Kassel bis zur endgültigen Entscheidung am 27. Mai (dann finden die Rückspiele der Aufstiegsrunde in die 3. Liga statt) in unseren Tabellen zunächst als Absteiger, um das Worst-Case-Szenario zu übermitteln. Entsprechend sind die Linien in unseren Tabellen immer so eingefärbt, dass man die höchstmögliche Anzahl an Absteigern erkennen kann. Alle anderen Szenarien sind dem Leser nur schwer, weil ständig wechselnd, erklärbar. Oder was soll er denken, wenn sein Verein zunächst weiß (und damit gerettet) eingefärbt ist, plötzlich aber doch abgestiegen ist?

Sollten Kassel und Vellmar und somit vielleicht auch Schlüchtern/Elm die Liga halten, gäbe es in der Verbandsliga wie auch in der Gruppenliga je einen Absteiger weniger. Entsprechend kann sich auch das Bild in den kommenden beiden Wochen also auch noch in den Kreisoberligen und den im Anschluss anstehenden Relegationsrunden verändern. kr

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