Gruppenliga-Vorschau

Alles gut – zumindest bis zum Fünfer

16. Oktober 2020, 10:55 Uhr

Yannik Hilpert und der SG Eiterfeld/Leimbach fehlen derzeit das Glück vor dem Tor. Foto: Charlie Rolff

Bereits der zehnte Spieltag geht am Wochenende in der Gruppenliga über die Bühne. Schlechter als geplant lief bislang die Saison der SG Eiterfeld/Leimbach, die Samstag (15.30 Uhr) mit Bronnzell einen schweren Gegner empfängt.

Eiterfeld sucht einen Torjäger

Nur acht Punkte fuhr die Truppe von Ante Markesic in den ersten acht Spielen ein, die Spielgemeinschaft liegt sogar auf einem Abstiegsplatz. So vorgestellt hatte man sich den Start natürlich nicht, wenngleich Vorstandsmitglied Alexander Hübbe relativiert: „Wir können niemandem einen großen Vorwurf machen. Wir machen gute Spiele, bis zum Fünfmeterraum sieht alles gut aus – doch dann machen wir die Buden nicht.“

Das war auch am vergangenen Wochenende das große Problem: Erst wurde es versäumt, bei Kressenbach/Ulmbach schon früher eine Entscheidung herbeizuführen, dann verpasste Eiterfeld/Leimbach trotz Überlegenheit und Überzahl ein Tor bei Oberzell/Züntersbach. Fehlt einfach ein Goalgetter wie David Wollny oder Kemal Sarvan, die den Club kurz vor Saisonstart Richtung Petersberg verlassen haben? „Wir haben ja auch andere Stürmer mit Torjägerqualitäten, ich denke da an Robin Sorg. Es fehlt ein bisschen Glück zurzeit, der Knoten muss platzen. Wir müssen jetzt ruhig weiterarbeiten, denn sonst ist ja alles gut“, unterstreicht Hübbe.

Schon gegen Bronnzell will der Verein zurück in die Erfolgsspur: „Gegen jeden Gegner ist etwas drin. Wir hatten bislang in jedem Spiel unsere Chancen, mit Ausnahme des ersten Spiels bei FT Fulda“, betont Hübbe. Personell sieht es einigermaßen gut aus: Zwar gibt es wie andernorts auch viele Angeschlagene, ansonsten fehlt aber nur Keeper Konstantin Fey, der aufgrund von Leistenproblemen noch nicht zum Einsatz kommen konnte. Der erst 20-jährige Ersatzmann Lucas Klein mache seine Sache aber gut.

Zwei Nachholspiele heute Abend

Bereits heute Abend kommt es zu zwei Nachholspielen, die am ersten Spieltag coronabedingt abgesetzt werden mussten. So empfängt der Spitzenreiter Hosenfeld eines der formstärksten Teams (19 Uhr), die SG Schlüchtern holte zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten. „Wenn wir auch in Hosenfeld 90 Minuten arbeiten und die Ordnung halten, kann die hohe Qualität, die wir im Angriff haben, auch dort zu etwas Zählbarem reichen“, betont SG-Trainer Marc Friedel.

Eine Stunde zuvor wird bereits das Schlüchterner Kreisderby zwischen Kressenbach/Ulmbach und Oberzell/Züntersbach angepfiffen. „Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Ein Sieg in Kressenbach wäre im Abstiegskampf Gold wert“, weiß O/Z-Trainer Michael Jäger, dem für das Gastspiel in Petersberg (Sonntag, 15 Uhr) die Statistik Mut macht: O/Z hat seit dem Aufstieg vor zwei Jahren alle vier Spiele gegen den RSV gewonnen. Weil Stammkeeper Robin Dorn am Ellenbogen verletzt ist, kehrte der ehemalige Erstmannschaftstorwart René Bezemer, der aus beruflichen Gründen die Karriere auf Eis gelegt hat und nur im Notfall einspringt, gegen Eiterfeld zwischen die Pfosten zurück – und war prompt der beste Mann seines Teams. „Wir hoffen, dass Robin einsatzfähig ist. Falls nicht, ist das kein Problem“, so Jäger.

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