22.03.2019

Andrijasevic: "Die Crunchtime beginnt"

Gruppenliga: Göhringer bei Hosenfeld wieder an Bord

Romeo Andrijasevic und seine Turner können den Klassenerhalt in den nächsten fünf Wochen fast eintüten - oder noch einmal richtig unten reinrutschen. Foto: Charlie Rolff

Elf Punkte beträgt der Vorsprung der SG Bad Soden an der Spitze der Gruppenliga mittlerweile. Die große Spannung herrscht dagegen im Rennen um Rang zwei und mehr denn je im Abstiegskampf.

SG Bad Soden – SV Großenlüder (Samstag, 15 Uhr).

Zwei Spiele, zwei Siege, 8:1 Tore: Das Ausnahmeteam der Liga lässt auch zum Start ins neue Jahr nichts liegen. „Wir sind mit dem Auftakt wirklich sehr zufrieden, denn für unser Ziel war es wichtig, dass wir gut aus den Startlöchern kommen. Jetzt kommen drei Partien, die wir ebenfalls alle unbedingt gewinnen möchten“, sagt Sodens Trainer Anton Römmich, dessen Mannschaft nun am Stück drei Heimspiele gegen die Abstiegskandidaten aus Großenlüder, Schlitzerland und Oberzell/Züntersbach vor sich hat. „Mir hat es gefallen, wie wir in Hersfeld auch nach dem 0:1 ruhig geblieben sind und mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit und Überzeugung demonstriert haben, dass wir das Ding noch rocken wollen. Auch die Jungs, die draußen sitzen und nicht spielen, sind super gelaunt. Wir stehen zusammen und das ist überragend“, freut sich Römmich.

SG Schlüchtern/Elm – SG Oberzell/Züntersbach (Samstag, 17 Uhr).

Das Kinzigtal-Derby verspricht Spannung: Denn nach dem Erfolg in Petersberg ist die Elf von Frank Kühlthau wieder mittendrin im Geschäft. Schlüchtern hat seit Mitte November 2018 nicht mehr gespielt und wartet seit dem 14. Oktober (3:2 gegen Petersberg) auf einen Heimsieg.

SG Kerzell – SG Ehrenberg (Sonntag, 15 Uhr).

„Mit Unentschieden kommst du im Tabellenkeller nicht wirklich weiter, deshalb müssen wir auch gegen einen klaren Favoriten wie Ehrenberg versuchen Akzente zu setzen, ohne das wir dabei ins offene Messer laufen“, gibt Helvetia-Trainer Michael Jäger die Marschroute vor. Neben Mehmet Corumlu, der mit seinem Bandscheibenvorfall ausfallen wird, bangt man in Kerzell noch um den Einsatz von Raphael Witzel, der Knieprobleme hat. „Sollte er spielen, wird es im Vergleich zur Niederlage in Bad Soden vermutlich kaum Veränderungen in der Startformation geben“, sagt Jäger, der als Vorgabe herausgibt, „dass wir diszipliniert verteidigen müssen. Aber das musst du in der Gruppenliga ja sowieso jede Woche.“

SG Bronnzell – FSV Thalau (Sonntag, 15 Uhr).

Ohne Kapitän und Abwehrchef Alexander Ganß, der im Urlaub weilt, tritt die Viktoria an. Auch Patrick Wingenfeld ist nach seiner Operation am Knie noch nicht wieder fit. „Natürlich wird Thalau eine schwere Aufgabe, aber wir haben in den kommenden drei Spielen dann auch Hosenfeld und Künzell als Gegner. Es wird also kein bisschen einfacher“, warnt Bronnzells Coach Stefan Dresel, dessen Truppe sich in der siebten Vorbereitungswoche befindet. „Man muss in unserer Region einfach einkalkulieren, dass die ersten Spiele im neuen Jahr immer ausfallen.“ Ein besonderes Spiel wird die Partie für Thalaus Christoph Bohl. Der wechselte einst aus der Heppeau zum FSV und ihm wird nachgesagt, dass er im Sommer wieder den Weg zurück gehen könnte.

TSV Künzell – Spvgg. Hosenfeld (Sonntag, 15 Uhr).

Kapitän Steffen Göhringer steht den Hosenfeldern wieder zur Verfügung. „Das ist ein gutes Zeichen. Er hat die ganze Vorbereitung ohne große Probleme mitgemacht“, pustet Trainer Rodoljub Gajic durch, der mit seiner Elf durch die Spielausfälle mittlerweile bei neun Wochen Vorbereitung angekommen ist. „Es ist ja immer so ein bisschen ein Lotteriespiel, denn es gibt ja durch die Wetterlage nicht den perfekten Zeitpunkt anzufangen. Wichtig ist aber, dass wir super durchgekommen sind und den Spannungsbogen immer hoch gehalten haben. Gut ist, dass das Programm nicht abgehackt war mit Pause, einem Spiel, dann wieder Pause. So steigen wir jetzt eben erst ein“, sagt Gajic, der das Gewinner-Gen von seinen Spielern sehen will. „Wir müssen genau so in diese Partie gehen, wie wir die ganze Zeit trainiert haben: Mit viel Engagement und Zielstrebigkeit.“

SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – SG Schlitzerland (Sonntag, 15 Uhr).

Mit Daniel Schirmer und Simon Grosch treffen zwei alte Weggefährten aus Hünfelder Zeiten aufeinander. Bei der Partie in Schwarzbach baut die heimische Spielgemeinschaft auf die Heimstärke: Saisonübergreifend hat man die SGEES seit Mai 2018 (1:2 gegen Bronnzell) keine Heimpartie mehr verloren.

RSV Petersberg – TSV Rothemann (Sonntag, 15 Uhr).

Der RSV steht unter Druck. Nach dem 1:2 gegen Oberzell/Züntersbach sind drei Punkte gegen das Schlusslicht noch mehr zwingend erforderlich, als dies ohnehin der Fall gewesen wäre. Aber schon das 2:0 im Hinspiel war eine zähe Nummer; erst in der Schlussminute gelang Petersberg die Entscheidung.

FT Fulda – SG Festspielstadt (Sonntag, 15.30 Uhr).

„Mit Emanuel Crawford und Nils Fischer verfügt die Festspielstadt über ausgezeichnete Offensivleute. Im Hinspiel beim 2:4 hat uns Crawford fast alleine erledigt. Den haben wir nie in den Griff bekommen“, warnt FT-Coach Romeo Andrijasevic, der anfügt, „dass für uns die Crunchtime beginnt: Das ist das erste von fünf aufeinanderfolgenden, ganz wichtigen Spielen. Die heiße Phase beginnt“, so der Trainer, dessen Elf nach dem Spiel gegen die Festspielstadt noch in Großenlüder, gegen Schlitzerland, in Oberzell/Züntersbach und in Kerzell ran muss. „Da werden vorentscheidende Punkte vergeben.“ / kr

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