Ankert: "Gruppenliga intern kein Thema"

Der Hessenliga-Neuzugang mit dem tollen Start bei Oberzell/Züntersbach

08. September 2016, 12:30 Uhr

Julian Ankert (rechts) und Oberzell/Züntersbach sind gut drauf.

Für viele war es durchaus eine Überraschung, als Julian Ankert sich im Sommer dazu entschloss, von Hessenligist Buchonia Flieden zu Heimatverein Oberzell/Züntersbach in der Kreisoberliga Süd zurückzukehren. Bislang läuft es jedenfalls richtig gut: Nach sieben Spielen steht die Elf von Mike Gaul auf dem ersten Tabellenplatz.

"Wir sind eine geschlossene Einheit, jeder kennt jeden. Auch außerhalb des Platzes sind wir viel unterwegs, das harmoniert einfach", erklärt Ankert, der mit einem solchen Saisonstart nicht gerechnet hatte. Nur am ersten Spieltag (0:1 in Rückers) musste die Spielgemeinschaft eine Niederlage hinnehmen, die folgenden sechs Saisonspiele wurden allesamt gewonnen. So hat Oberzell zwei Punkte Vorsprung auf den zweiten Tabellenrang, Verfolger Hosenfeld hat gar ein Spiel weniger.

Kein Wunder also, dass die Frage nach einem möglichen Aufstieg gestellt werden muss. "Intern ist die Gruppenliga aber kein Thema. Ich erhoffe mir eher einen Platz unter den ersten fünf", betont der 23-Jährige, der den Wechsel von der Hessenliga in die Kreisoberliga nicht bereut hat. "Natürlich ist das etwas anderes, sowohl von den Mit- und Gegenspielern als auch vom Spieltempo her. Aber ich wusste, worauf ich mich einlasse. Ich freue mich, wieder mit meinen Kumpels und Brüdern spielen zu können." Gerade auch aus zeitlichen Gründen hatte sich der Angreifer für einen Wechsel entschieden. "Ich hatte so gut wie keine Freizeit. Nach der Arbeit musste ich sofort die Tasche packen und ins Training."

Die Bilanz bei seinem neuen Club kann sich derweil sehen lassen: Zwölf Treffer erzielte Ankert in fünf Spielen und ist damit logischerweise bester Torschütze seines Teams. Was bei Oberzell/Züntersbach aktuell jedoch überragt, ist die Defensive - nur vier Gegentore gab es bislang. "Wir sind ein eingespieltes Team und eine geschlossene Einheit, das macht es aus. Hinten stehen wir sehr kompakt und vorne sind wir immer für ein Tor gut", sagt der Ex-Fliedener, der jedoch betont, dass die starken Gegner in den nächsten Spielen erst kommen. Los geht es mit dem Spiel gegen Freiensteinau (Samstag, 16 Uhr). "Die habe ich auch mit vorne auf der Liste."

Autor: Steffen Kollmann

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