15.04.2019

Auf Reisen setzt es Nackenschläge

Rohde: "Das haben wir nicht verdient"

Nicht nur der Kontakt mit dem gegnerischen Torhüter, sondern auch die Niederlage dürfte sich für Fliedens Sturmtank Fabian Schaub schmerzhaft angefühlt haben. Foto: Julian Belz

Buchonia Flieden brachte es fertig, in 90 Minuten nicht einmal aufs gegnerische Tor zu schießen. Der Hünfelder SV brachte es fertig, bis zur 80. Minute zwei Torschüsse zuzulassen – und dennoch 0:2 in Rückstand zu liegen. Letztlich unterlagen beide Osthessen ihre direkten Kellerduelle und müssen nun das spielfreie Osterwochenende zum Wundenlecken nutzen.

„Spieler wie Maxi Fröhlich brauchen ein Tor, dann treffen sie jedes Ding. Aber das müssen wir erzwingen“, glaubt Julian Rohde nach dem 0:2 in Lohfelden ein großes Problem seines HSV beim Namen genannt zu haben. Der Kopf spielt derzeit nicht mit, denn obwohl spielerisch viel zusammenpasst und der Mannschaft kämpferisch ebenfalls kaum Vorwürfe zu unterbreiten sind, fehlt das Quäntchen, das zum Klassenerhalt nötig sein wird. Rohde gelangt sogar zum Urteil, „dass wir es nicht verdient haben, da unten zu stehen“.

Doch ob verdient oder nicht verdient – der Maßstab ist die Tabelle und in der weilt der HSV auf einem Abstiegsplatz. Nur ein Sieg aus den beiden jüngsten Kellerduellen gegen Friedberg und in Lohfelden hätte genügt, um diesen zu verlassen. Nun werden die Aufgaben schwieriger: Erst gegen den kommenden Meister Gießen, dann bei Hessenpokalfinalist Baunatal und anschließend gegen den Dritten Bayern Alzenau. "Keine Angst", hat Rohde und doch ist das Restprogramm schwer, weil auch anschließend in Ginsheim die Trauben hoch hängen, während am letzten Spieltag Bad Vilbel nach Hünfeld reisen muss.

Vilbel gehört wie Griesheim, Friedberg und Flieden zu der Konkurrenz, die höchstwahrscheinlich zwei Abstiegsplätze unter sich ausmachen müssen. Bad Vilbel und Griesheim haben zwar nur noch vier Spiele zu bestreiten, spielen allerdings noch jeweils gegen die beiden kaum noch zu rettenden Teams aus Ederbergland und Neu-Isenburg. Wie wichtig also das kommende Spiel gegen eben jene Griesheimer sein wird, weiß Buchonia Flieden ganz genau.

Trainer Zlatko Radic hätte sich die Ausgangsposition "etwas anders gewünscht". War aber zumindest froh, dass von der Konkurrenz kaum jemand punkten konnte. Den Auftritt in Bad Vilbel hingegen fand er schwach, gab zu bedenken, "dass wir in 90 Minuten nicht einmal aufs Tor geschossen haben". So könne man kein Spiel gewinnen. Gegen Griesheim muss sich das schleunigst ändern.

Mehr zum Hünfelder SV, dem SV Flieden und der SG Barockstadt lesen Sie in der Montagsausgabe der Fuldaer Zeitung

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Autor: Johannes Götze

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