18.08.2019

Bad Soden düpiert den Mitaufsteiger

Verbandsliga: Jaron Krapf bittet bei 8:0-Sieg zum Tänzchen

Tuna Moaremoglu (Nummer 6) bejubelt mit seinem Manschaftskollegen Jaroslav Kymlicka den 8:0-Schlusspunkt gegen den SV Türkgücü Kassel. Foto: Ralf Hofacker

Schützenfest auf der Bornwiese: Die SG Bad Soden gewann das Aufsteigerduell gegen Türkgücü Kassel mit 8:0. Schon zur Pause hatte die Mannschaft von Trainer Anton Römmich das halbe Dutzend vollgemacht. Ein zweistelliger Sieg wäre locker möglich gewesen.

Ein vielversprechener Beginn und eine über weite Strecken engagierte Vorstellung einer durchaus einsatz- und lauffreudigen Kasseler Mannschaft stand in einem krassen Gegensatz zum Ertrag des nordhessischen Neulings.

Als nach acht Spielminuten Yunus Ulas der Bad Sodener Doppel-Sechs mit Christoph Neiter und Tuna Moaremoglu davonlief und den Ball so gefährlich in die Schnittstelle der aus Verletzungsgründen umformierten Sodener Innenverteidigung spielte, dass Michael Gerber freie Bahn hatte und SG-Keeper Abdul Ersöz mit einer Fußabwehr den Rückstand der „Sprudelkicker“ verhindern musste, da konnte keiner ahnen, welchen Verlauf das Spiel von da an nehmen würde.

„Wir müssen das 1:0 machen, dann läuft das hier ganz anders. Aber dann machen wir Fehler, die man sich in der Verbandsliga, ach was, nicht einmal in der A-Klasse erlauben darf. Die schießen sechsmal aufs Tor und jeder Ball ist drin“, klagte Türkgücü-Trainer Hüseyin Üstün und stellte fest: „Wir laufen viel, wir reden viel, aber was nutzt uns das, jetzt muss dabei auch endlich einmal etwas herumkommen – gerade bei einem Gegner wie Bad Soden. Das ist ja nun wirklich keine Übermannschaft.“

So anfällig die Sodener Defensive gelegentlich schien, ohne jedoch noch einmal nennenswerte Kasseler Einschussmöglichkeiten zuzulassen, so bestechend kombinierte der amtierende Fuldaer Gruppenligameister in der Vorwärtsbewegung. In der ersten Halbzeit saß nicht nur jeder Schuss, auch beinahe jeder Pass, gespielt meist nach einem Minimum an Ballberührungen, saß und stürzte den Gegner permanent von einer Verlegenheit in die nächste. Exemplarisch für die teils herrlich herausgespielten Treffer sei das 2:0 genant, als Christoph Neiter mit einem Diagonalball auf den rechten Flügel Jaron Krapf einsetzte, der, sicher wie auf Schienen, in den Strafraum kurvte, ein, zwei, drei Kasseler stehen ließ und mit einem Rückpass Daniele Fiorentino so bediente, dass der bemerkenswert fitte 35-Jährige nur noch den Fuß hinhalten musste.

SG Bad Soden: Ersöz; Kymlicka, T. Paulowitsch, Dworschak, Demuth – Moaremoglu, Neiter – Krapf (50. Langhammer), Pospischil (62. Amani), K. Paulowitsch (67. Hamidovic).
Türkgücü Kassel: Perzel; Altindag, Gerber, Büyükata, Ghafari – Ulas, Demirbas (46. Pauker) – Bicer (67. Alamri), Kara, Janek – Maslak (77. Özdemir).
Schiedsrichter: Alessandro Scotece (RW Walldorf).
Zuschauer: 85. Tore: 1:0 Kevin Paulowitsch (10.), 2:0 Daniele Fiorentino (15.), 3:0 Christian Pospischil (24., Foulelfmeter), 4:0 Christian Pospischil (25.), 5:0 Jaron Krapf (38.), 6:0 Kevin Paulowitsch (42.), 7:0 Edin Hamidovic (76.), 8:0 Tuna Moaremoglu (85.).
Rote Karte: Michael Pauker (Türkgücü Kassel.) wegen groben Foulspiels (85.).

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