24.03.2019

Bär: "Wollen anscheinend nicht"

Verbandsliga: Neuhofs Coach hinterfragt eigene Philosophie

Alexander Bär (links) war ob der Leistung seiner Mannen total gefrustet. Foto: Charlie Rolff

Die TSG Sandershausen hat sich nach dem 3:1 gegen den SV Neuhof zum Gewinner des Spieltags im Verbandsliga-Meisterschaftskampf aufgeschwungen. Allerdings ließen die Neuhofer im vermeintlichen Topspiel auch jegliche Titelreife vermissen.

Entsprechend sah sich Alexander Bär in seiner düsteren Restrundenprognose bestätigt: „Nicht einem Spieler gelingt es, die letzten Prozente aus sich rauszukitzeln. Anscheinend wollen die Jungs auch gar nicht mehr erreichen, als da oben nur so ein bisschen mitzuspielen. Ich bin enttäuscht, wenngleich nicht überrascht. So eine Leistung hat sich angedeutet, wenn ich sehe, wenn ich sehe, wie sich mancher Spieler verhält und auf solche Spiele vorbereitet.“

Beim Liganeuling aus Sandershausen hatte der SVN zwar die besseren Möglichkeiten, laut Bär sieben an der Zahl, die meist jedoch kläglich in den Sand gesetzt wurden. Lediglich ein Handelfmeter von Radek Görner kurz nach der Pause brachte den gewünschten Ertrag. „Da waren wir mal im Spiel, sind dann nach einem kapitalen individuellen Fehler und dem 1:3 kurz darauf wieder im Hintertreffen.“ Sandershausen habe seine bekannten Tugenden an den Tag gelegt: „Sie haben über Läufstarke und Kampf bestochen, sich als Einheit präsentiert. Und sie haben die Tore von uns so schön serviert bekommen, dass sie aus drei Chancen drei Treffer erzielen konnte.“

Der Auftritt brachte Neuhofs Coach sogar dazu, die grundsätzliche Vereinsphilosophie zu hinterfragen. „Die, die unsere Personalpolitik mit vielen auswärtigen Spielern kritisieren, erhalten nun volle Bestätigung. Man muss sich nach solchen Spielen schon fragen, ob das hier überhaupt noch alles Sinn macht.“

Die Statistik:

TSG Sandershausen: De Coster; Hebold (89. El Jamouhi), Schweitzer, Bredow, Altschmied, Rühlmann (90.+2 Radcenko) Behler, Minne, Künkler (90.+2 Stengele), Luis, Kutzner.
SV Neuhof: Hadzic; Sosa Perez, Yanez Cortes, Antoniev, Gorgiev, Görner, Wozniak (65. Kovac), Labudovic, Jacko (74. Antoniev), Zarevski, Costa Sabate (65. Velic).
Schiedsrichter: Tim Waldinger (Rauschenberg). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Bruno Luis (16.), 2:0 Felix Bredow (37.), 2:1 Radek Görner (50., Handelfmeter), 3:1 Sascha Hebold (66.). / hall

Autor: Christian Halling

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