22.09.2018

Barockstadt macht‘s dann doch noch deutlich

Hessenliga: Schwache Griesheimer ohne viel Gegenwehr

Erzielte die Führung für die SG Barockstadt: Marius Strangl (links) im Duell mit Pedro Araujo da Silva. Foto: Kevin Kremer

Nur kurz musste die SG Barockstadt beim 4:1 (1:0)-Sieg gegen den SC Viktoria Griesheim zittern. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe mehr als in Ordnung, wenngleich die richtigen Hochkaräter ausblieben.

So richtig ernst machte die Kaminski-Elf allerdings erst nach dem Ausgleich. Das dieser überhaupt fiel, war wohl das erstaunlichste in den gesamten 90 Minuten, denn Griesheim zeigte sich kaum in der gegnerischen Hälfte. Pascal Stork nahm nach 57 Minuten einen langen Ball aus der Luft und überlupfte damit den verdutzten Kaiser. Wer aber dachte, dass die Barockstädter sich davon aus der Ruhe bringen lassen, wurde eines Besseren belehrt. Keine vier Zeigerumdrehungen später brachte der auffällige Marcel Mosch seine Farben nämlich wieder in Front, wenn auch mit gütiger Mithilfe von Paul Jivan. Der SCV-Keeper konnte eine Flanke nicht kontrollieren, Mosch schnappt sich die Kugel und schob ein (61.). Wiederum nur drei Minuten später klingelte es erneut, als Leon Pomnitz vom Punkt traf. Vorausgegangen war ein Zuckerpass von Patrick Schaaf in den Lauf von Marius Strangl, der Jivan umkurvte und quer auf Christopher Bieber legte. Der ehemalige Erfurter schoss einen Griesheimer an, doch Schiedsrichter Gahis Safi gab zur Verwunderung vieler Elfmeter. Klarheit brachte die Pressekonferenz: „Wie ich das gesehen habe, lag ein Spieler von Griesheim außerhalb des Feldes und ist in dieser Situation wieder reingekommen“, sagte Alfred Kaminski.

Die Barockstadt bestimmte weiterhin nach Belieben, zeigte den weit zurückgezogenen Gästen teilweise die Grenzen auf. Insbesondere wenn schnell kombiniert wurde, wurde es gefährlich. Spätestens nach 71 Minuten war die Begegnung dann entschieden: Pomnitz trieb den Ball durchs Mittelfeld und wurde völlig überflüssig von Haris Jakubovic von den Beinen geholt. Safi zückte sofort Rot. Eine harte, aber korrekte Entscheidung und fortan konnte Ball und Gegner laufen gelassen werden. Mit dem Schlusspfiff erhöhte Bieber erneut vom Punkt, als Trümner im Laufduell gefoult wurde. Kurz zuvor hätte dies Münkel bereits erledigen können, schoss aber Jivan im Tor der Gäste aus kürzester Distanz nur an.

„Ich bin zufrieden mit den drei Punkten. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, fast nichts zugelassen. Momentan haben wir, wie beim Ausgleich, auch das Pech, dass so ein Ball bei uns hinten reinfällt. Die Reaktion der Mannschaft hat aber gepasst und so haben wir die erneute Führung erzwungen. Im ersten Durchgang waren wir zu sehr verspielt, haben vergessen die Tore zu schießen“, traf Kaminski den Nagel auf den Kopf, denn hätte seine Mannschaft bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt, wäre die Partie viel eher entschieden gewesen. Einzig Marius Strangl nutzte einen Steckpass von Patrick Schaaf zum 1:0 (27.) So brauchte es eben einen kleinen Wachrüttler in Form des Ausgleichs.

Die Statistik:

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz: Kaiser – Odenwald, Gröger, Hillmann – Schaaf, Crljenec – Müller, Pomnitz (90. Poredski), Mosch (73. Trümner) – Strangl (82. Münkel), Bieber.
SC Viktoria Griesheim: Jivan – Philip Jordan, Tatchouop, Muhic, Araujo da Silva (86. Laguenaoui) – El Fahfouhy, Jakubovic – Kazimi, Volk, Kresovic (76. Paraschiv) – Stork.
Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee).
Zuschauer: 350.
Tore: 1:0 Marius Strangl (27.), 1:1 Pascal Stork (57.), 2:1 Marcel Mosch (61.), 3:1 Leon Pomnitz (Elfmeter, 64.), 4:1 Christopher Bieber (Foulelfmeter, 90.+3).
Rote Karte: Haris Jakubovic wegen groben Foulspiels (Griesheim, 71.).

Autor: Tobias Konrad

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