Schritt aus dem Altbackenen

Barockstadt wird digitaler

17. Oktober 2020, 08:11 Uhr

Die Digitalisierung der SG Barockstadt geht voran. Dafür setzt Sportmananger Sebastian Möller (rechts) auf die Expertise der Fuldaer Unternehmensgruppe Addvalue (hier Geschäftsführer Roman Geis).

Sportlich läuft es bei der SG Barockstadt super, und die Zuschauerzahlen im Stadion stimmen somit ebenfalls. Ein Meilenstein in Sachen Kartenverkäufe ist dabei der neue Online-Ticketshop. Der Verein möchte sich digitalisieren – und vertraut dabei auf die Fuldaer Unternehmensgruppe Addvalue.

Bis zu 1000 Zuschauer können pro Heimspiel ins Stadion der Stadt Fulda pilgern. In Corona-Zeiten eine Anzahl, die Probleme mit sich bringt: Lange Schlangen an den Kassen, ein hoher Zeitaufwand zur Registrierung der Besucher und dementsprechend auch viele ehrenamtliche Helfer. Dinge, die den Vereinsverantwortlichen Sorgen bereiteten. Abhilfe musste her, ein Ticketings-System, das schnelleren Zutritt zu den Spielen verschafft, sollte die Lösung sein. Und nach den ersten Partien ist diese Lösung geglückt. „Uns war von Anfang an klar, dass wir als Verein selbst diesen enormen Aufwand nicht realisieren können, weshalb wir über bereits bekannte Ticket-Portale nachdachten. Dort fehlte uns aber der persönliche Kontakt. Zudem wollten wir ein Konzept, das auf unseren Verein zugeschnitten ist“, erklärt Sportmanager Sebastian Möller.

Der Blick ging somit in die Region. Die Unternehmensgruppe Addvalue (ein Unternehmen der Global Business Group AG) fiel ins Auge und soll in den kommenden drei Jahren die Digitalisierung der Barockstadt vorantreiben. „Die Gespräche waren sofort stimmig“, so Möller. In rund eineinhalb Wochen wurde das neue System fertiggestellt, der Kartenverkauf verläuft seitdem problemlos. Und das Feedback der Zuschauer passt ebenfalls, wie Möller verlauten lässt. Mit einem Newsletter bestückt der Club die Besucher mit relevanten Informationen, die Mannschaftsaufstellung oder Vorberichte erhalten die Käufer per E-Mail. Hinzu kommt, dass die Datenerfassung der Besucher durch die bereits vorliegenden Kontaktdaten für den Verein erheblich leichter geworden ist.

Das Ticketing-System ist derweil ein erster Schritt, um den Verein moderner zu gestalten. „Wir gehen somit aus dem Altbackenen heraus“, weiß der Sportmanager. Neue, weitere Projekte, stehen bereits an. So soll das Sponsoring interessanter werden. Eine Multipage, ein sogenanntes Online-Branchenbuch, soll dies ermöglichen. So können sich Partner der SGB auf der Vereins-Homepage besser darstellen, sogar Jobanzeigen können präsentiert werden. „Wir bieten ein regionales Netzwerk. Mit Multipage können diverse Infos verteilt werden“, gibt Addvalue-Geschäftsführer Roman Geis preis. „Die Reichweite für unsere Partner ist eine ganz andere, weil sie digital sichtbarer werden“, verdeutlicht Möller.

Ein weiteres Projekt, das zwar interessant erscheint, allerdings noch in weiter Ferne liegt, ist die digitale Verwaltungsarbeit der Mitglieder und Mitarbeiter. Auch die Zutrittskontrolle nach erfolgtem Stadionumbau soll Thema werden. Selbst eine App sowie eine Spielerdatenbank für die Mannschaften sind Gedankengänge. „Allerdings müssen wir Schritt für Schritt gehen. Das alles nimmt enorm viel Zeit in Anspruch und bedeutet auch einen finanziellen Aufwand“, stellt Möller klar. Die Zusammenarbeit mit Addvalue sei derweil ebenfalls mit einem Sponsoring verbunden. „Ein Drittligist hat einen ähnlichen Aufwand betrieben und dabei rund 60.000 Euro Kosten gehabt. Das sind Summen, die wir als Amateurverein überhaupt nicht zur Verfügung haben. Ohne Partner wäre das nicht möglich“, verrät Möller.

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