09.01.2019

Beharrlichkeit zahlt sich für Giemza aus

Mit 36 schon jede Menge Trainererfahrung

Adrian Giemza (links) ist bereits in seinem sechsten Jahr ein Teutone – nun wurde ihm das Gruppenliga-Team in Alleinverantwortung anvertraut. Foto: Charlie Rolff

„Früh übt sich“, dachte sich Adrian Giemza und stieg bereits als ganz junger Fußballer ins Jugendtrainergeschäft ein. Als bei ihm wenig später nach dem dritten Kreuzbandriss die Vernunft einsetzte, war die Spielerkarriere bereits mit 24 Jahren beendet.

Und so war der weitere Weg vorgezeichnet, der ihn nun auf den Trainerstuhl des Gruppenligisten Teutonia Großenlüder geführt hat. Giemzas Trainerlaufbahn begann im Juniorenbereich unter anderem bei Borussia Fulda. Nachdem er seine Spielerlaufbahn früh beenden musste, gab ihm der SV Gläserzell die erste Bewährungschance im Seniorenbereich – da war er gerade 24 Jahre alt. Später zog es Giemza zu Künzell II und Viktoria Fulda, bevor der Familienvater im Jahre 2013 ein Teutone wurde.

Da war die Reserve gerade aus der A-Liga abgestiegen, Giemza sollte sie wieder dorthin zurückführen und erledigte diesen Job bereits in der ersten Saison. Seither hält sich Großenlüder II beständig in der A-Liga – bis vor wenigen Monaten unter dem heute 36-jährigen Giemza. Dann aber stellte der Vorstand Gruppenliga-Trainer Frank Atzler frei und hievte Giemza plus Führungsspieler Sascha Hasenauer auf den Trainerstuhl. Zumindest interimsmäßig bis zur Winterpause. Nun kehrt Hasenauer als Spieler ins Glied zurück und Giemza ist verantwortlicher Gruppenliga-Coach – zumindest bis Sommer.

Eigene Zukunft nicht im Fokus

Die Beharrlichkeit und gute Arbeit zahlte sich für Giemza aus, der seinem Naturell entsprechend über den neuen Job spricht: „Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass er mir das Vertrauen schenkt. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Giemza und blickt auch ganz entspannt in Richtung Sommer: „Wir haben schon lose über die Zeit nach dieser Saison gesprochen, aber da kommt natürlich immer das Wörtchen ‚Wenn‘ vor.“ Zwar konnten Giemza und Hasenauer das Team zurück in ruhigeres Fahrwasser führen, dennoch ist das Team nach schwachem Saisonstart akut abstiegsgefährdet. Priorität besitzt laut Giemza einzig der Klassenerhalt und keineswegs seine eigene Situation. Dafür wolle er in der Vorbereitung den Grundstein legen, unter anderem gelte es, die jüngst angestoßene Philosphieänderung der Spielweise noch weiter nach vorne zu treiben. Kompakt stehen, überfallartig kontern.

Dabei wird Giemza beinahe der komplette Kader zur Verfügung stehen. Von den zuletzt Verletzten wird einzig Christopher Ripka (Kreuzbandriss) weiterhin fehlen, dazu kehrt Jannis Lang zu seinem Ex-Verein FSG Wartenberg/Bad Salzschlirf zurück. Neuzugänge seien nicht zwangsläufig geplant. Was der neue Coach allerdings auch nicht als den Zielen abträglich empfindet. „Ein großes Plus in Großenlüder ist, dass sich die Mannschaft aus fast ausschließlich Einheimischen zusammensetzt, dies auch die vernünftige Philosophie ist und dadurch im Kader eine hohe Konstanz über Jahre hinweg geschaffen wird. Das ist maßgebend für die sehr gute Gemeinschaft innerhalb beider Teams.“

Autor: Johannes Götze

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