KSO warnt

Bekommt Schlüchtern ein Schiedsrichter-Problem?

Von einst 146 Unparteiischen aus 2014 sind nur 85 übrig

Bernhard Depta warnt: "Schlüchtern laufen die Schiedsrichter weg"

Im Sportlerheim des SV Teutonia Wallroth fand die Auslosung im Schlüchterner Kreispokal statt. Doch es ging nicht nur um den Pokal. Weitere Themen waren das Hygienekonzept, die Coronaregeln und der Schiedsrichterschwund, der in Schlüchtern zu Problemen führen könnte.

Das Knallerspiel der ersten Runde führte prompt die beiden Gruppenliga-Aufsteiger Gundhelm/Hutten und Kressenbach/Ulmbach zusammen. Der Termin steht bereits: Wie der sportliche Leiter Michael Kager berichtete, wird man sich am 19. August auf dem Platz in Hutten duellieren.

Durch Freilose haben bereits neun Teams den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Darunter auch die SG Bad Soden. Das Team von Anton Römmich muss dann bei der SG Grebenhain/Bermuthshain antreten und würde (im Fall des Sieges im Viertelfinale auf Altengronau/Jossa, den SV Uttrichshausen oder die SG Breunings/Neuengronau treffen. Gespielt wird die erste Runde zwischen dem 15. und 23. August. Das Achtelfinale muss dann bis spätestens 30. August abgeschlossen sein.

Bevor aber in Wallroth die ersten Lose gezogen wurden, vergingen gute 70 Minuten. Die Zeit vor der Auslosung nutzte Kreisfußballwart Dietmar Pfeiffer, aber auch Schiedsrichter-Ansetzer Bernhard Depta, um zu den Vereinsvertretern zu sprechen.

In Pfeiffers Ausführung ging es vor allem um die Coronaregeln, die unbedingt eingehalten werden müssen. „Wer glaubt, das wir in den letzten Monaten fußballfrei hatten, der irrt sich gewaltig. Die Videoschaltungen, Telefonate und der Mailverkehr haben zeitweise sogar den Rahmen gesprengt. Und je länger die Pause andauerte kam es auch mal vor, dass das ein oder andere Gespräch mit manchem Vereinsvertreter nicht mehr so freundlich verlief“, vermisste Pfeiffer ab und an das nötige Verständnis für die Zwangspause.

Außerdem ermahnte er die Vereinsvertreter: „Seht zu, das ihr euch für die Hygieneschulung beim Verband einwählt. Die findet täglich statt und dauert knapp eineinhalb Stunden. Fakt ist, das wir nicht einmal Freundschaftsspiele ansetzen werden, solange uns von den entsprechenden Vereine nicht das passende Hygienekonzept vorliegt.“
Was die Höchstzahl von aktuell 250 Leuten pro Spiel angeht, gab Pfeiffer noch einmal eindringlich zu bedenken: „Da sind die beiden Mannschafte, Trainer, Betreuer, Funktionäre, Schiedsrichter, Pressevertreter alle schon mit eingereicht. Da kommen schnell mal 40 bis 50 Mann zusammen, so das man nur noch 200 Zuschauer hereinlassen darf. Das muss also alles mitgerechnet werden.“

Schiedsrichter Ansetzer Bernhard Depta macht der Schiedsrichterschwund zu schaffen: Die Coronapause haben einige genutzt ,um abzuspringen. Es kann durchaus passieren, das wir in der A- und B-Liga Probleme mit Ansetzungen bekommen können. Durch die großen Ligen oben, sind viele Gespanne aufgerückt und fallen weg.“ Sein Vergleich: 2014 hatte Schlüchtern noch 146 Schiedsrichter. Heute nur noch 85 Aktive.

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