Bayar verlässt Stadtallendorf

"Bin sehr dankbar für die Chance Regionalliga"

07. Januar 2021, 09:02 Uhr

Aykut Bayar wird in den nächsten Monaten nicht mehr das Stadtallendorfer Tor hüten. Foto: Charlie Rolff

Ein osthessisches Gesicht weniger wird in den kommenden Wochen am Spielbetrieb der Regionalliga Südwest teilnehmen. Aykut Bayar, langjähriger Torhüter des TSV Lehnerz und der SG Barockstadt, hat Eintracht Stadtallendorf verlassen.

Nach nur einem halben Jahr in Mittelhessen hat der 28-Jährige seinen Vertrag beim TSV in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. "Ich schaffe es zeitlich nicht mehr", erklärt Bayar. Denn der Deutsch-Türke wird ab März seinen Lebensmittelpunkt ins Rhein-Main-Gebiet verlegen, aus dem seine Verlobte kommt. Bayar arbeitet außerdem Vollzeit in Fulda, so dass das Fußballspielen auf halbprofessionellem Niveau im mehr als eine Stunde entfernten Stadtallendorf nicht mehr möglich ist - zumal bis Juni noch 27 Spiele über die Bühne gebracht werden müssen, also auch viele Partien unter der Woche.

"Der Abschied tut mir sehr leid. Dieses halbe Jahr hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich wurde von der Mannschaft super aufgenommen - genau so, wie man es sich wünscht", stellt der Torhüter heraus. "Aber nun habe ich erst einmal andere Prioritäten gesetzt. Denn es war sehr schwer, diesen Aufwand zu betreiben und trotzdem stets 100 Prozent Leistung zu bringen." Bis Sommer wird sich der 28-Jährige keinem Verein anschließen, dann - wenn der Amateurfußball hoffentlich wieder normal läuft - kann sich Bayar einen Wechsel zu einem Hessen-, Verbands- oder Gruppenligisten in der Nähe von Wohnort Neu-Isenburg vorstellen.

Interessenten dürfte es einige geben, schließlich kam der Ex-Lehnerzer in dieser Saison zu sieben Regionalliga-Einsätzen. Als sich Stammkeeper Dusan Olujic verletzte, nutzte der Neuzugang der Barockstadt seine Chance - bis die erneute Corona-Unterbrechung im November kam. "Sehr besonders war der Sieg gegen Aalen", erinnert sich Bayar an den einzigen Saisondreier gegen den ehemaligen Zweitligisten. Beim 1:0 hielt er den Erfolg im Eins-gegen-Eins fest. Auch sein erstes Regionalligaspiel gegen Elversberg bleibt in Erinnerung. Der Aufstiegskandidat hatte erst kurz zuvor den FC St. Pauli aus dem DFB-Pokal geworfen und behielt auch in Stadtallendorf mit 2:1 die Oberhand. "Ich bin Trainer Dragan Sicaja und dem Vorstand sehr dankbar, die Chance erhalten zu haben, Regionalliga zu spielen", betont Bayar.

Kommentieren