25.10.2019

Birkenbach fordert Beständigkeit

Gruppenliga: Kerzell erwartet Dreier-SG

Spielertrainer Christian Birkenbach (Bildmitte) kämpft aktuell mit der SG Kerzell gegen den Abstieg. Foto: Siggi Larbig

Der Tabellenvorletzte SG Kerzell muss sich sputen, damit er im Abstiegskampf der Gruppenliga nicht zu viel an Boden auf die Konkurrenz verliert. Am Sonntag steht für die Helvetia ein wichtiges Spiel gegen die Dreier-SG aus Elters, Eckweisbach und Schwarzbach auf dem Programm.

„Uns fehlt einfach auf dem Platz die Beständigkeit. Dass das so ist, hat aus meiner Sicht mehrere Gründe. Einerseits den, dass die jungen Spieler einfach früh jede Menge Verantwortung übernehmen müssen“, erklärt Spielertrainer Christian Birkenbach, der als Beispiel Patrick Kennel nennt. „Der Junge ist 18 Jahre und macht bei uns im Mittelfeld fast jedes Spiel über die volle Distanz.“ In die Pflicht nimmt der Coach daher vor allem die erfahreneren Spieler. „Wenn ein Darko Lazarevski und ein Sascha Heil einen guten Tag haben, dann sind Mannschaften wie am Sonntag Elters für uns zu schlagen. Dann sind wir auf Augenhöhe. Aber auch von den routinierteren Spielern erwarte ich mir mehr Behändigkeit“, so Birkenbach, der sich noch immer darüber ärgert, „dass einige Spieler ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Saison in den Urlaub fahren mussten.“

Was das Team drauf hat, das hat die Helvetia schon mehrfach unter Beweis gestellt. Ergebnisse wie ein 2:2 gegen Spitzenreiter FT Fulda, das 3:1 gegen den FSV Thalau oder aber der klare 3:0-Sieg in Bronnzell sind Belege, dass die Mannschaft tatsächlich gegen jeden Gegner in der Lage ist, etwas Zählbares einzufahren. Am Sonntag wird es personell wieder deutlich besser aussehen. Stürmer Mario Martinez ist jedenfalls wieder zurück und auch Raphael Witzel steht nach seinem Kurztrip wieder zur Verfügung. Und auch im Fall von Burak Vardar (Knöchelverletzung) blickt Birkenbach zuversichtlich Richtung Spieltag. Noch offen ist dagegen, ob Niklas Hilfenhaus bereitsteht. Der fehlte unter der Woche wegen Grippe im Training.

Bliebe noch die Frage nach dem Grund der Absage vergangenen Samstag gegen Hosenfeld, die ob der Witterung durchaus für Verwunderung gesorgt hat. „Der Platz war schlichtweg gesperrt – auch weil wir mehrfach darauf trainieren mussten und zwei Tage vorher noch die A-Jugend darauf gespielt hatte“, erklärt Birkenbach.

Hosenfeld will an die Spitze

Unmut über die Absage herrscht noch immer bei der Spvgg. Hosenfeld und Trainer Rodoljub Gajic: „Das ist echt ätzend, zumal uns jetzt schon zum zweiten Mal eine Absage getroffen hat. Wenn die Gemeinde die Plätze sperrt, dann okay, aber so bleibt ein Geschmäckle: Warum ist das Spiel am Samstag schon morgens um 7 Uhr im DFB-Net abgesagt? Wenn so früh klar war, dass man in Kerzell nicht spielen kann, dann hätten wir in Eichenzell auf den Kunstrasen gehen oder aber kurzfristig das Heimrecht tauschen können“, verdeutlicht Gajic, der sich selbst ein Bild vor Ort gemacht hat. „Ich habe es mir nicht nehmen lassen. Es hat keinen Tropfen geregnet, beide Plätze waren gemäht und für die Jahreszeit ideal zu bespielen.“

Dennoch richtet sich der Blick des Hosenfelder Trainers nach vorne. Schließlich erwartet der „gefühlte“ Tabellenführer mit der Viktoria aus Bronnzell einen Angstgegner. Seit August 2006 (damals noch in der A-Liga Fulda/Lauterbach) hat Hosenfeld gegen Bronnzell nur noch eines von neun Duellen für sich entschieden. „Es gibt keine Angstgegner für uns. Das wird ein cooles und wahrscheinlich spannendes Spiel. Bronnzell ist auch so ein Beispiel für die Unberechenbarkeit der Gruppenliga. Das wird wieder mal so ein unbequemes Spiel und ich bin mal gespannt, was sich durchsetzt: der bessere Verwerter oder der bessere Verhinderer“, so Gajic.

Die zwei Punkte Rückstand auf FT Fulda sind bei zwei Spielen weniger leicht aufzuholen. Zumal die Hosenfelder bislang fast nur in der Fremde gespielt haben und ab sofort noch zehn Heimspiele vor der Brust haben. „Ich habe keine Ahnung, warum der Plan so ist und wie das zustandegekommen ist. Ich bin selbst verwundert darüber“, sagt der Trainer, der übrigens das Niveau der Gruppenliga alles andere als schlecht sieht. „Ich weiß nicht, ob das unbedingt eine Schwäche ist, wenn alles so dicht beieinander liegt. In der Bundesliga ist es doch genauso. Für mich bedeutet das enge Feld Spannung und die Tatsache, dass die Gruppenliga sehr interessant für die Zuschauer ist.“

Die Spiele in der Übersicht

Samstag, 15.30 Uhr
RSV Petersberg – FSV Thalau
17 Uhr
SG Schlüchtern/Elm – SV Großenlüder

Sonntag, 15 Uhr
Spvgg. HosenfeldSG Bronnzell
SG Kerzell – SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach
TSV Künzell – SV Müs
SG Oberzell/Züntersbach – Hünfelder SV II
SG Aulatal – SG Eiterfeld/Leimbach
15.30 Uhr
FT Fulda – SG Freiensteinau

Autor: Ralph Kraus

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