10.01.2019

Broschke freut sich auf Bruderduell

17. Auflage des Horaser Hallenturniers beginnt heute

Jan Niklas Herber (rechts, Edelzell/Engelhelms) und Niesigs Kristoffer Bech könnten sich auch beim diesjährigen Reinhold-Völker-Turnier wiedersehen. Foto: Charlie Rolff

In Zeiten sinkender Attraktivität des Hallenfußballs hält sich der FV Horas weiter wacker und hat auch in diesem Jahr ein illustres, 16 Teilnehmer starkes Feld für das Reinhold-Völker-Gedächtnisturniers akquirieren können. In Sachen Preisgeld und Rahmenprogramm ist bei der nunmehr 17. Auflage, die heute ab 18 Uhr mit den ersten zwei Vorrundengruppen in der Fuldaer Gellingshalle Fahrt aufnimmt, noch mehr drin als zuletzt.

Neben gutem Hallenfußball locken die Organisatoren um Daniel Funke in diesem Jahr mit Preisgeldern in Summe von 1000 Euro, was fast doppelt so viel ist wie in den Jahren zuvor. Möglich macht das Hauptsponsor „nahkauf Schaurich“ aus Horas. Dazu wartet das Turnier, das sich über drei Tage erstreckt, am Samstag mit einer Kampfsporteinlage von „Brauns Gym“ sowie der traditionellen After-Show-Party im Horaser Sporthaus am Abend auf. „Bewährt hat sich auch die Tatsache, dass wir in den K.o.-Spielen am Ende bei Gleichstand, beziehungsweise im Spiel um Platz direkt auf kein gewöhnliches Siebenmeterschießen, sondern auf ein Penalty-Shootout, ähnlich wie im Eishockey, setzen“, betont Funke, der Gruppenligist Thalau wie auch den einzigen Verbandsligisten im Feld, die SG Barockstadt II, auf den Favoritenschild hebt. Allerdings wollen die Horaser auch mit ihren beiden Mannschaften, dem Senioren- sowie A-Juniorenteam, eine gute Rolle spielen.

Im Vorjahr mussten sich die Youngster des Gastgebers im Endspiel hauchdünn dem TSV Lehnerz II, der diesmal als SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II an den Start geht, geschlagen geben. „Auch in diesem Jahr wollen wir ein Wörtchen um den Titel mitreden“, betont Barockstadt-Angreifer Patrick Broschke. Der Stammspieler des Hessenligateams pflegt es, auch gerne mal unterm Hallendach zu brillieren. Seine Mannschaft wird heute in der Gruppe B auf die Kreisoberligisten Rasdorf und Rückers sowie den A-Ligisten Niesig treffen. Jener KSV Niesig, der Patrick Broschkes Heimatverein ist und bei dem sein Bruder Dennis ebenfalls vorne wirbelt. „Es ist nicht alltäglich, dass wir gegeneinander spielen. Wir freuen uns sehr drauf“, sagt der ältere der beiden Brüder, die noch am Wochenende kurzfristig gemeinsam bei einem Hobbyturnier in Johannesberg gekickt hatten.

Die Barockstadt-Truppe wird vermutlich wieder mit einer gemischten Mannschaft aus Spielern aller drei Seniorenteams an den Start gehen, nachdem man Ende Dezember schon das LA-Turnier in Lauterbach hatte für sich entscheiden können. Für Broschke selbst ist es der erste und einzige offizielle Einsatz in der Halle, bevor es am Montag wieder draußen mit der Vorbereitung weitergeht. „Ich habe mir über den Winter zwei Muttermale entfernen lassen und hatte drei Wochen Sportverbot, denke aber, dass ich gut wieder reinkomme“, erklärt der 25-Jährige, dem im Hinblick auf seine fußballerische Zukunft zwar einige Angebote ins Haus geflattert sind, dessen erster Ansprechpartner aber die SGB ist.

In der Gruppe A sind indes mit Hosenfeld und FT Fulda zwei Gruppenligisten dabei, wobei die Turner aller Voraussicht nach mit einer gemischten Mannschaft kommen werden. Edelzell/Engelhelms und A-Ligist Borussia Fulda komplettieren die Gruppe.

Autor: Christian Halling

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