11.09.2019

Brotlose Kunst ist heute Fehl am Platz

Simon Grosch will mehr Tiefe sehen

Simon Grosch weiß, es ist an der Zeit. Foto: Siggi Larbig

„Es ist an der Zeit, dass der Hünfelder SV am Ende mal wieder lacht“, sagt Simon Grosch. Der Hünfelder Co-Trainer weiß, dass zuletzt viermal Hessenligist SV Steinbach im Kreispokal triumphierte, stets schaltete er auf dem Weg dorthin auch den HSV aus. Heute (19 Uhr) soll der Spieß im Halbfinale umgedreht werden.

Für Grosch ist das Spiel besonders: Beim SV Steinbach wurde der gebürtige Roßbacher groß, prägte die erfolgreiche Zeit unter Ante Markesic als Rechtsverteidiger mit. Später folgte sein Wechsel zum HSV, bevor er drei Jahre die SG Schlitzerland trainierte, um vor dieser Saison als Co-Trainer unter Dominik Weber zum Hünfelder SV zurückzukehren.

„Besonders sind die Spiele zwischen Hünfeld und Steinbach schon immer, für mich vielleicht auch ein bisschen mehr“, sagt Grosch, der sich vor dem Duell allerdings nicht zu viel mit dem Gegner beschäftigen will, nur feststellt, „dass das Spiel wie immer auf Augenhöhe sein wird“.

Sein Team hat zuletzt nicht geliefert, bei Aufsteiger Türkgücü Kassel verloren und damit einen Rückschlag im Kampf um die Hessenliga-Rückkehr erlitten. „Das hatte sich aber schon in den Spielen zuvor angedeutet. Vieles war zuletzt brotlos. Es ist für den Gegner zu einfach, wenn du als dominante Mannschaft 90 Minuten den Ball hin- und herschiebst“ , stellt Grosch fest, der mehr Tiefe in den Offensivaktionen fordert und heute den Anfang sehen will.

Nicht dabei sein werden die Budenz-Brüder, zurückkehren sollen André Vogt und Alexander Reith. Kapitän Julian Rohde ist angeschlagen und könnte eine Pause erhalten. Der Gewinner trifft im Finale auf den Sieger des Duell der Kreisoberligisten Vogelsberg und Schlitzerland, das noch nicht terminiert ist. Grosch hätte nichts dagegen, wenn es im Finale gegen einen weiteren Ex-Verein gehen würde.

Autor: Johannes Götze

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