14.09.2018

Bruderduell ist zunächst sekundär

KOL Nord: Ernest Veapi und Aulatal vor "brutalem Wochenende"

Ernest Veapi hat mit einer solch guten Entwicklung seiner neuen Mannschaft nicht gerechnet.

Das Topspiel des Wochenendes in der Kreisoberliga Nord steigt am Sonntag (15 Uhr) in Oberaula, wo auf dem Platz am Schwimmbad Tabellenführer SG Aulatal mit dem Dritten aus Dittlofrod/Körnbach einen der ärgsten Verfolger zum Schlager erwartet. Gleichzeitig ist der Schlager auch ein Bruderduell zwischen den Trainern Ernest (Aulatal) und Adam Veapi (Dittlofrod/Körnbach). Ernest Veapi allerdings möchte sich erst einmal ausschließlich auf das ebenfalls komplizierte Spiel heute Abend (19 Uhr) beim FSV Hönebach konzentrieren.

"Nach der Niederlage in Eiterfeld und dem Sieg bei der FSG Bebra haben wir nun die beiden anderen Teams aus den Top fünf vor der Brust - und das innerhalb von zwei Tagen", erklärt Ernest Veapi vor dem "brutalen Wochenende", das gleichzeitig als Standortbestimmung dient. "Aber die Jungs wollten das so. Das Spiel in Hönebach ist nämlich vorverlegt worden, weil vielen meiner Spielern die Kirmes am nächsten Wochenende wichtiger war. Da müssen sie nun durch."

Generell kann der Gruppenliga-Absteiger aber ohne Druck in die Spitzenspiele gehen, liest sich die Bilanz der Spielgemeinschaft aus Oberaula und Kirchheim mit 19 Punkte aus acht Spielen doch prächtig. "Ich hätte echt nicht gedacht, dass wir so einen guten Start hinlegen. Schließlich haben wir drei gute Kicker im Sommer verloren und ob die jungen Kerle, die ich letzte Saison noch in der A-Jugend unter meinen Fittichen hatte, gleich so gut einschlagen, das weiß man ja nie", fällt Veapis erste Zwischenbilanz positiv aus. Nach dem Abstieg wolle man sich erst einmal in der Liga etablieren und weiterentwickeln: "Irgendwann wollen wir dahin kommen, dass wir unser eigenes Spiel komplett durchziehen, ohne uns vom Gegner beeinflussen zu lassen."

Personell sieht es vor dem Doppelspieltag etwas enger aus, fehlen doch mit Moritz Wernick (Studium in der Schweiz), Nico Fälber (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Daniel Naumann (Knöchelprobleme) schon diverse Stützen. Deshalb will Veapi den Fokus erst einmal auf Hönebach heute Abend legen, ehe das Duell mit Bruder Adam und der SG Dittlofrod/Körnbach am Sonntag folgt. Kontakt hatten die Brüder unter der Woche nicht, "ich tausche mich eher mit meinem anderen Bruder Enis aus, der derzeit in Hattenbach Trainer ist. Mit Adam werde ich aber nach der Partie sicher ein Bierchen trinken. Der sportlich Bessere soll das Spiel gewinnen", gibt sich Ernest Veapi diplomatisch.

Als absolute Bereicherung für die KOL Nord erweist sich bislang der Rasdorfer SC. Der Neuling um seinen Trainer Marius Ebert hat die vergangenen drei Spiele allesamt gewonnen und dabei neun Tore erzielt. Jetzt aber geht der RSC zweimal auf Reisen: Heute Abend gibt man seine Visitenkarte in Ransbach bei der FSG Hohenroda ab, ehe der Rasdorfer Tross am Sonntag weiter nach Reilos zieht, wo die SG aus Mecklar, Meckbach und Reilos bereits wartet. Steinbach II hat am Samstag (15.30 Uhr) gegen Bebra eine hohe Hürde vor sich, während Eiterfeld/Leimbach eine Stunde später bei Kellerkind Sorga/Kathus weiter Druck auf Primus Aulatal ausüben möchte. / hall, kr

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