23.05.2018

Chefanalytiker unter Hasenhüttl und ein Spiel als Coach in Liga drei

Das ist der neue Barockstadt-Trainer Alfred Kaminski

Alfred Kaminski hat einige Stationen in seinem Portfolio. Foto: Stuttgarter Kickers

Mit Alfred Kaminski hat die SG Barockstadt einen in Osthessen doch eher unbekannten Trainer aus dem Hut gezaubert. Dabei hat der 54-jährige Fußballlehrer eine nicht uninteressante Vita vorzuweisen.

Der gebürtige Möllner (Kleinstadt im Südosten Schleswig-Holsteins) kam über erste Trainerstationen in seiner Heimatregion Eichede, Dornbreite Lübeck und Mölln als Scout zur Spvgg. Unterhaching. 2006 zog es Kaminski dann nach Saarbrücken, wo er zunächst Co-Trainer des langjährigen Bayern-Assistenten Michael Henke war und dann über die zweite Mannschaft Anfang 2008 Chefcoach der damaligen Oberliga-Mannschaft des Bundesliga-Gründungsmitglieds wurde. Dabei trainierte er unter anderem die späteren Bundesliga-Profis Philipp Wollscheid und Mike Frantz, musste seinen Posten am Saisonende nach Platz fünf aber schon wieder weitergeben.

Als Sportlicher Leiter heuerte Kaminski dann in Elversberg und Homburg an, in Homburg übernahm er 2010 dann auch das Traineramt beim Regionalligisten. Einer seiner Spieler: Sebastian Sonnenberger. Der Innenverteidiger des TSV Lehnerz war unter Kaminski gesetzt, bis der Coach nach 13 Spielen und nur einem Sieg entlassen wurde. 2012 wendete sich der Möllner dann wieder dem Scouting zu, unter dem Ex-Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl war Kaminski Chefanalytiker in der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte des VfR Aalen. Platz neun stand am Ende der Zweitliga-Saison zu Buche.

Mit Hasenhüttl verließ auch Kaminski den Verein am Ende der Saison, nach einem anderthalbjährigen Zwischenstopp bei Kickers Offenbach als Sportdirektor ging es 2015 zu den Stuttgarter Kickers. Dort war der 54-Jährige Leiter der Nachwuchsarbeit, Reserve-Coach und zwischenzeitlich für ein Spiel auch Interimstrainer der damaligen Drittliga-Mannschaft. Dieses ging mit 1:4 gegen Mainz II verloren, die Kickers stiegen ab und Kaminski sollte den Traditionsverein als Cheftrainer zurück in den Profifußball führen. Bereits nach 16 Spielen wurde er auf Platz neun liegend aber wieder entlassen.

Gute 20 Monate später hat Kaminski, der über keine bemerkenswerte Spielerkarriere verfügt, nun wieder einen neuen Job gefunden. Abzuwarten bleibt, ob der Fußballlehrer bei der SG Barockstadt länger seine Zelte aufschlägt als bei seinen letzten Trainerstationen. Laut "transfermarkt.de" hat der Coach eine durchschnittliche Amtszeit als Übungsleiter von 0,89 Jahren.

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