07.06.2019

Das Drama hält im dritten Akt ein Happy End bereit – Fotos

Relegation zur KOL Mitte: Margretenhaun aufgestiegen, Welkers zittert

Groß war der Jubel beim RSV Margretenhaun nach dem Aufstieg. Foto: Charlie Rolff

Im dritten Anlauf ist dem RSV Margretenhaun endlich die Rückkehr in die Kreisoberliga geglückt. Ein torloses Remis im letzten Relegationsspiel reichte zum Aufstieg, der SV Welkers muss auf Neuhof oder Ehrenberg hoffen.

„Endlich haben wir es geschafft. Die Mannschaft hat sich das mehr als verdient“, sagte Tobias Herbert wenige Momente nach Spielschluss. Dem Keeper hatte es der RSV zu verdanken, dass das Drama nach zwei verlorenen Relegationen im dritten Akt endlich ein Happy End bereit hielt, denn der 25-Jährige hielt ein ums andere Mal sensationell. Schon in Hälfte eins entwickelte sich ein Privatduell mit dem Welkerser Jonas Melzer, Herbert war stets der Sieger, und auch in Hälfte zwei hielt der Torwart alles, was es zu halten gab.

Und irgendwie war es doch sinnbildlich für all die zuvor vergebenen Aufstiege, dass der RSV ausgerechnet mit einem 0:0 endlich jubeln durfte. Margretenhaun zeigte gerade zu Beginn sein Relegationsgesicht, wirkte nervös, kam überhaupt nicht zu seinem Spiel und erst recht nicht in die Zweikämpfe. Der SV Welkers, der ohne seinen angeschlagenen Spielertrainer Imal Schersadeh begann, hätte das eigentlich ausnutzen müssen, unter anderem traf Deniz Yildirim per Freistoß die Latte (10.). „Wir hatten Riesenmöglichkeiten. Jetzt werden wir nach Neuhof fahren und dem SVN fest die Daumen drücken“, so Schersadeh.

Frischauf bleibt B-Ligist, Thalau II hofft

Lange sah es aber so aus, dass sowohl Margretenhaun als auch Welkers den Aufstieg bejubeln könnten. Doch Hünfeld II kassierte in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga in der Nachspielzeit das 2:3 und verhinderte damit gute 20 Minuten vor Ende des Spiels in Margretenhaun den Doppel-Aufstieg. Dieser kann morgen bereits nachgeholt werden, wenn entweder Neuhof und/oder Ehrenberg aufsteigt, die Chancen stehen mehr als gut, schließlich steigt der SVN bei jedem Ergebnis außer einer 0:2-Pleite auf.

„Für uns ist am schönsten, als Erster hochzugehen“, meinte RSV-Coach Sören Huder, der die Bierdusche selbstredend über sich ergehen lassen musste. Dabei ging dem Abteilungsleiter auch ganz schön die Düse, als er vom Ergebnis der Hünfelder in Oberaula erfuhr. „Den Jungs haben wir nichts weitergegeben, da Welkers dann aber richtig gestürmt hat, war es schon klar, wie es auf dem anderen Platz stand. Für unsere Mannschaft war die Relegation wieder einmal nervenaufreibend, aber Hauptsache wir haben es jetzt geschafft.“ Durch den Welkerser zweiten Platz bleibt Frischauf Fulda derweil sicher B-Ligist, Thalau II darf noch hoffen.

Die Statistik:

RSV Margretenhaun: Herbert – Kaiser, Klewitz, Herber, Dänner – Kabul, Fröhlich – Fe. Bug, Fl. Bug, Hintze – Akrama (Gutmann, Schäfer).
SV Welkers: Carbonaro – Demir, Maffeo, Sitzmann, Scherner – Melzer, Yildirim, Rehmert, Röhrig – Müller, Gerstner (Schersadeh, Dongueguim, Rifa).
Schiedsrichter: Steffen Krah (SV Herolz). Zuschauer: 800. Tore: Fehlanzeige.

Autor: Steffen Kollmann

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