02.05.2019

Das Gerede von der Effizienz

Hessenliga: Fliedens schwierige Aufgabe in Hadamar

Ratlos war Buchonen-Coach Zlatko Radic nach der Niederlage gegen Griesheim. Aufgeben wird der 49-Jährige allerdings nicht. Foto: Charlie Rolff

Die bittere Niederlage gegen Griesheim ist abgehakt. Der Blickt geht nach vorne für den SV Buchonia Flieden, denn ab sofort ist das Team von Trainer Zlatko Radic zum Siegen verdammt. In Hadamar (Samstag, 15 Uhr) wartet allerdings eine Mammutaufgabe auf den Tabellenvierzehnten.

Die Ausgangslage:

Siegen heißt die einzige Marschrichtung für Flieden in den verbleibenden vier Spielen. Das rettende Ufer ist lediglich einen Punkt entfernt, doch das Restprogramm ist im Gegensatz zur Konkurrenz bedeutend schwerer. Die Tabelle darf laut Trainer Radic sowieso keine Rolle mehr spielen: „Spekulieren oder rechnen brauchen wir auf gar nichts mehr. Wir benötigen irgendwie Punkte und Siege." Dass seine Mannschaft als Außenseiter anreist, steht für ihn außer Frage.

Wissenswertes zum Spiel:

„Wir haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass wir auch gegen solche Gegner punkten können. In Alzenau (2:1, Anm. d. Red.) hat uns keiner etwas zugetraut. Vielleicht kommt es uns entgegen, dass der Gegner das Spiel macht und wir können mehr auf Umschaltbewegungen gehen“, meint Radic. Die drei Niederlagen zuletzt nagen am 49-Jährigen, denn die Leistungen haben gestimmt, doch der Ertrag blieb eben aus. Jetzt erhofft er sich einen gewissen Schub, schließlich hat sein Team nichts mehr zu verlieren. Dieses Gefühl, etwas zu verlieren, hatte der Coach nämlich, als seine Mannschaft auf einem Nichtsabstiegsplatz stand.

Dem kommenden Gegner zollt Radic höchsten Respekt, hat aber keinerlei Angst vor dem Tabellenvierten: „Hadamar hat eine sehr gute Mannschaft. Stehen wir in der Defensive aber gut und halten lange die Null, können wir auch etwas mitnehmen. Es geht ja auch ein gewisser Ruck durch die Jungs, wenn sie merken, dass wir hinten bombensicher stehen. Einfache Fehler dürfen dann natürlich nicht passieren.“ Für ein Tor sei seine Offensive um Fabian Schaub und Co. schließlich immer gut. Immer? „Klar, die Effizienz fehlte in den vergangenen Spielen. Wir haben es zu oft mit der Brechstange probiert, anstatt Ideen zu entwickeln“, sagt der Übungsleiter, der sich am Samstag aus zwei Chancen auch mal zwei Tore wünscht.

Der Gegner:

Seit 2011 kickt Hadamar in der Hessenliga und findet sich dabei fast immer im oberen Tabellendrittel wieder. In dieser Saison ist ihnen Rang vier kaum mehr streitig zu machen. Zudem stimmt aktuell die Form der Mittelhessen, denn seit acht Spielen ist die Mannschaft von Trainer Torsten Kiedorf ungeschlagen (zuletzt ein 2:2-Remis bei Hessen Kassel). Achtgeben muss Flieden auf das Sturmduo Jann Bangert und Yves Böttler, die bereits 18 beziehungsweise 16 Saisontore auf dem Konto haben, wenngleich Böttler, der bekanntlich im Sommer zur SG Barockstadt wechselt, in der Rückrunde noch nicht wie gewünscht zum Zuge kommt.

Statistiken:

Der letzte Sieg gegen Hadamar ist schon eine ganze Weile her. Im November 2015 durften die Buchonen nach einem Doppelpack von Fabian Schaub einen 2:1-Auswärtssieg in Hadamar bejubeln. Fortan ging Flieden allerdings viermal als Verlierer vom Platz. Allgemein spricht die Statistik für die Rot-Weißen, denn aus 13 Duellen sprangen acht Siege und ein Unentschieden heraus.

Autor: Tobias Konrad

Kommentieren