28.11.2018

Das "große Wir" mit dem perfekten Jahr

B-Liga Hersfeld/Rotenburg II: Haselgrund/Breitenbach rekordverdächtig unterwegs

Ein Jahr ungeschlagen: Die SG Haselgrund/Breitenbach hat eine rekordverdächtige Serie hingelegt. Foto: Verein

Wie ein perfektes Jahr für eine Fußballmannschaft aussehen kann? Da lohnt sich ein Blick in die B-Liga Hersfeld-Rotenburg II, genauer gesagt zur SG Haselgrund/Breitenbach. Die Mannschaft von Sebastian Nölke hat im Jahr 2018 26 von 27 Ligaspielen gewonnen (ein Unentschieden), dank einer perfekten Bilanz in dieser Saison ist der Truppe der Aufstieg in die A-Liga kaum noch zu nehmen.

"So eine Serie kommt ja nicht von ungefähr. Seit zweieinhalb Jahren ist dieser Trend zu erkennen", sagt Sebastian Nölke. Der Spielertrainer ist seit der Gründung der Spielgemeinschaft im Sommer 2016 verantwortlich für die Mannschaft, nach zwei dritten Plätzen, als die Relegation jeweils knapp verpasst wurde, sieht diese Saison nun alles nach dem großen Wurf aus. Elf beziehungsweise 17 Punkte beträgt der Vorsprung auf die Ränge zwei und drei. Kaum zu glauben, dass die Verfolger bei nur noch neun ausstehenden Spielen noch einmal herankommen.

Eine Pflichtspielniederlage musste der Verein im Jahr 2018 aber einstecken. Im Kreispokal setzte es zu Beginn der Runde eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen die FSG Bebra, die wenige Wochen zuvor nur knapp am Gruppenliga-Aufstieg gescheitert war. "Wir haben für uns einen Aha-Effekt mitgenommen, dass wir als Mannschaft auch gegen größere Teams bestehen können. Mit diesem Spiel haben wir eine gute Basis für die Saison geschaffen", erinnert sich der 36-jährige Coach.

15 Siege in 15 Spielen in der Liga folgten. Die Jugendspieler, die schon im vergangenen Jahr behutsam rangeführt wurden, haben sich zu Leistungsträgern entwickelt, mit durchschnittlich 15 bis 25 Leuten im Training (erste und zweite Mannschaft) kann Nölke hervorragend arbeiten. "Bei uns auf dem Dorf gibt es keinen Unterschied zwischen erster und zweiter Mannschaft. Hier gibt es nur ein großes Wir", betont der gebürtige Schwarzenhäsler.

Jenes Wir-Gefühl innerhalb der Mannschaft sei laut Nölke der Schlüssel zum Erfolg, für die A-Liga sieht der Spielertrainer inzwischen auch schon gerüstet. "Nachdem wir die Relegation im Sommer nur um zwei Punkte verpasst haben, haben manche Jungs noch geheult. Im Nachhinein sage ich aber, dass es gut war, nicht hochzugehen. So hätten wir wahrscheinlich ein paar Mal auf die Fresse bekommen. Jetzt haben wir eine solide Basis geschaffen, dass ich sagen kann, dass nur wir selbst uns schlagen können." Der letzte Sieg gegen die Haselgrunder gelang zuletzt dem VfL Philippsthal II, 402 Tage ist das nach dem perfekten Jahr 2018 genau her.

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