Hallenmasters

"Das hört sich wieder nach Fußball an"

Kreis LAT/HÜN bestreitet neue Wege

09. Januar 2020, 17:15 Uhr

Der SV Steinbach mit Tom Wiegand (links) und Petr Kvaca geht neben dem Hünfelder SV (hier Levin Baumgart) als Topfavorit ins Rennen. Foto: Siggi Larbig

Der Kreis Lauterbach/Hünfeld bestreitet in diesem Jahr neue Wege, um für mehr Attraktivität bei den Hallen-Titelkämpfen zu sorgen. So verzichtet der Förderverein des Kreisfußballausschusses auf das vom Verband gern gesehene Futsal und spielt stattdessen bei Senioren und Alten Herren mit einer angepassten Version des regulären Hallenfußballs. Die Titelkämpfe steigen von heute bis Sonntag in der Hünfelder Kreissporthalle.

Die Unterschiede zum regulären Hallenfußball sind vor allem das Torwartspiel: Am Wochenende werden den Torhütern beinahe alle Freiheiten erlaubt, sie dürfen Tore erzielen und am Angriffsspiel teilhaben. Zudem wird jedes Foulspiel durch eine Grätsche konsequent mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet. Gespielt wird mit einem normalen Hallenball und einer Bande, das ganze findet auf Kleinfeldtore statt. „Wir erhoffen uns ganz einfach viele Tore, viel Dynamik und durch konsequentes Bestrafen bei Foulspielen auch faire Spiele“, erklärt Kreisfußballwart Erhard Zink.

"Ich bin mit den neuen Regeln fast wunschlos glücklich, das hört sich endlich wieder nach Fußball an", sagt Nüsttals Spielertrainer David Fladung, der verletzungsbedingt nicht mitwirken kann. "Ich wäre so gerne selbst dabei gewesen, auch wenn unsere Gruppe natürlich eine Hausnummer ist." Nüsttal trifft auf Steinbach, Hünfeld II und Rasdorf. "Wenn wir weiterkämen, wäre das super, aber natürlich soll der Spaß im Vordergrund stehen." Fladung fehlen nur zwei Dinge, um rundum glücklich zu sein: "Eine Rundumbande und ein Lederball." Beides hatten die Veranstalter angestrebt, doch die Verhandlungen für eine Rundumbande waren gescheitert und das Spielen mit einem Lederball ist in der Hünfelder Halle nicht gestattet.

HSV reist mit erster Garde an

Titelverteidiger Hünfeld steigt am Samstag ins Geschehen ein. Für das Team ist Co-Trainer Simon Grosch verantwortlich, der einerseits verkündet, dass sich das Team ausschließlich aus Spielern des Verbandsliga-Kaders speisen wird und andererseits die Titelverteidigung das erklärte Ziel ist.

Zink und seine Mitstreiter sind froh, dass bei den Seniorenmannschaften insgesamt 16 Mannschaften ihre Zusage gegeben haben. Mit dabei sind unter anderem Steinbach, Hünfeld, Hünfeld II sowie Eiterfeld/Leimbach – jene vier Teams des Kreises, die oberhalb der Kreisoberliga spielen. Sowohl am Freitagabend (ab 19 Uhr) als auch am Samstagmittag (ab 11 Uhr) gehen je zwei Vorrundengruppen über die Bühne. Die Endrunde ist für Sonntag ab 14.30 Uhr terminiert.

„Wir haben uns bewusst für eine relativ kurze Spielzeit von zwölf Minuten entschieden, damit die Spiele nicht so langatmig werden“, erklärt Zink. Die Alten Herren küren ihren Sieger am Samstag ab 14.30 Uhr im Modus „Jeder-gegen-Jeden“. Mit acht Teilnehmern ist das Feld so stark wie lange nicht. „Wir können bei den sinkenden Zahlen zufrieden sein, wobei wir uns natürlich immer mehr Mannschaften wünschen“, erklärt Zink, der sich erhofft, dass die Zuschauer auch eine kleine Spende entbehren können. Werner Scheffler wird wie üblich Spenden für die Kinderkrebshilfe sammeln.

Die Gruppen in der Übersicht:

Gruppe A (Freitag, ab 19 Uhr): Hünfelder SV II, SV Steinbach, DJK 1. FC Nüsttal, Rasdorfer SC.
Gruppe B (Freitag, ab 19 Uhr): SV Großenbach, SC Soisdorf, SV Roßbach, SG Dammersbach/Nüst.
Gruppe C (Samstag, ab 11 Uhr): SV Wölf, FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen, Hünfelder SV, SG Eiterfeld/Leimbach
Gruppe D (Samstag, ab 11 Uhr): TSV Ufhausen, SV Rot-Weiß Burghaun, FSG Wartenberg/Salzschlirf, TSV Ilbeshausen.
Endrunde (Sonntag, 14.30 Uhr):

AH-Endrunde (Samstag, ab 14.30 Uhr): Rot-Weiß Burghaun, FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen, VfL Lauterbach, SG Kirchhasel/Hünfeld, SG Schlitzerland, SG Michelsrombach/Rudolphshan, SG Roßbach/Großenbach, TSV Ufhausen.

Autor: Johannes Götze

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