14.04.2019

Das magische Heimtor beflügelt

Verbandsliga: Steinbach beschenkt Coach Paliatka

Hier scheitert Steinbachs Jan Ullrich (rechts) zwar noch an Danny Göhler. Später belohnte sich quirlige Angreifer aber doch noch. Foto: Kevin Kremer

Der SV Steinbach hat sich vor dem Showdown am kommenden Mittwoch in Neuhof in Position gebracht. Nach einem zähen ersten Durchgang machte es der SVS beim 3:0 (1:0)-Erfolg gegen schwache Eschweger doch noch recht deutlich und beschenkte zugleich Trainer Petr Paliatka, der am Sonntag seinen 35. Geburtstag feiert.

Irgendwas hat dieses Tor vor den heimischen SVS-Fans, denn anders lässt es sich nicht erklären, dass Steinbach mit Beginn des zweiten Durchgangs urplötzlich ganz anders als noch in den ersten 45 Minuten auftrat. Immer einen Schritt schneller als die Gäste und dadurch den entscheidenden Meter voraus waren letztlich die entscheidenden Momente zugunsten des SVS. Die Belohnung waren zwei schnelle Treffer zur Entscheidung durch Michael Wiegand (48.) und Jan Ullrich (55.), wobei besonders Ullrichs Tor wunderschön anzusehen und sicherlich die Kirsche auf der Torte war. Per Außenrist brachte Petr Kvaca den Ball herrlich in die Mitte, sodass Ullrich nur noch gegen die Laufrichtung von Eschweges Keeper Danny Göhler nicken musste.

Anstatt sich anschließend auszuruhen und Kräfte für das wichtige Spiel am Mittwoch in Neuhof zu sparen, machte Steinbach weiter, hatte es jedoch gegen extrem schwache Gäste auch absolut einfach. Weitere Möglichkeiten durch Dimitrijevic oder Kvaca wurden leichtfertig vergeben. Der SV 07 konnte froh sein, dass es am Ende bei nur drei Treffern blieb, denn auch nach vorne ging überhaupt nichts und SVS-Torwart Daniel Heinrich verlebte einen ruhigen Nachmittag. Trainer Rafal Klajnszmit war dermaßen enttäuscht, dass er sogar die Pressekonferenz außen vor ließ.

"Die Leidenschaft war in der zweiten Halbzeit da", stellte Petr Paliatka treffend fest und freute sich über das Geburtstagsgeschenk seines Teams. An die schlechte Vorbereitung vermag der 35-Jährige nicht mehr denken, "denn langsam haben wir das wieder aufgeholt. Wir sind jetzt drin in der Saison und freuen uns auf Neuhof." An den ersten Durchgang konnten alle Beteiligten einen schnellen Haken machen. Torchancen waren Mangelware (abgesehen von Kvacas Kopfball an den Pfosten nach 16 Minuten), Zweikämpfe im Mittelfeld bestimmten die Szenerie – und dennoch führte Steinbach dank einer Willensleistung von Michael Wiegand mit 1:0, als dieser aus spitzem Winkel irgendwie ins lange Eck traf (45.+1). "Das hat uns sicherlich in die Karten gespielt", lächelte das Geburtstagskind abschließend.

Die Statistik:

SV Steinbach: Heinrich – Gemming, Bott, Trabert (64. Schaub), Ristevski – Koch, M. Wiegand, T. Wiegand, Kvaca (70. Faust) – Ullrich (57. Ludwig), Dimitrijevic.
SV Eschwege: Göhler – Montag, Bazzone, Gadea Baringo, Vidal Gadea – Kochanowski, Baldauf – Droszczak (82. Manegold), Dreyer, Kaufmann – Jüttner (61. Tadeis Gambetta).
Schiedsrichter: Eric Wettels (JFV Fulda).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0, 2:0 Michael Wiegand (45+1., 48.), 3:0 Jan Ullrich (55.).

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