11.08.2019

Das Remis fühlt sich wie eine Niederlage an

Verbandsliga: Verbesserte Sodener verspielen 3:1-Führung leichtfertig

Christoph Neiter war zwar für die SG Bad Soden einmal erfolgreich, doch ein Sieg sollte den Sprudelkickern nicht vergönnt sein. Foto: Kevin Kremer

Vier Tage nach der Niederlage im Aufsteigerduell bei der SG Ehrenberg kehrte die SG Bad Soden in der Verbandsliga Nord mit einem 3:3 vom OSC Vellmar zurück.

Vellmar hat zwar nach den 2:3 viel Druck aufgebaut, aber wenn wir einige Konter nicht gut fahren und dann in der 90. Minute den Ausgleich kassieren, fühlt sich das wie eine Niederlage an“, sagte SG-Trainer Anton Römmich.
Im Vergleich zum 1:2 in Ehrenberg-Seiferts hatte Römmich Innenverteidiger Adrian Saletnik für Tim Paulowitsch in die Startelf rotieren lassen. Vellmar – mit vielen Spielern aus der langjährigen Hessenliga-Ära am Start – legte einen ein Spielstart nach Maß hin. Einen indirekten Freistoß schoss Enes Glogic aus halblinker Position mit rechts aus 14 Metern in den rechten Torwinkel – 1:0 (6.).

Danach übernahmen die Gäste aus dem Kinzigtal das Zepter. Weil Vellmar nicht mit der kompletten Mannschaft presste, konnten sich die „Sprudelkicker“ häufig befreien und gefährlich und leicht in die Box kommen. Wie in der elften Minute, als Daniele Fiorentino nach einem Zuspiel aus der eigenen Hälfte von Christian Pospischil OSC-Torwart Tobias Schlöffel mit einem Heber an der Strafraumkante zum 1:1-Ausgleich überwand. Und der Fuldaer Gruppenliga-Meister und Aufsteiger hätte schnell nachlegen können. Aber Khaibar Amani (21.) und Fiorentino (22.) schlossen drucklos ab. Dann aber doch das 2:1 für die Osthessen: Ein Glogic-Ballverlust führte zu einer Gäste-Ecke von links. Den Pospischil-Standard verlängerte SG-Kapitän Christoph Neiter per Kopf zur Gäste-Führung (43.)

Kurz nach der Pause tunnelte Jaron Krapf nach Doppelpass mit Fiorentino den Vellmarer Schlussmann – 3:1 (48.). Doch die Nordhessen kämpften – und spielten auf einmal auch nach der Vorstellung ihres Trainers. „Fußball kann ganz einfach sein. Wie beim 2:3 – quergelegt, drauf geschossen. Tor“, beschrieb Rolnad Borrmann den Anschluss durch einen 18-Meter-Flachschuss von Dennis Schanze (55.). Vier Minuten später hatte Miloshaj den Ausgleich auf dem Fuß, Sodens Innenverteidiger Radomir Vlk rettete noch auf der Linie.
Für den späten Vellmarer Ausgleich sorgte Stürmer Serkan Aytemür in der Schlussminute. Sein erster gefährlicher Abschluss in der Partie. In der Nachspielzeit hatte Krapf noch den Sodener Sieg auf dem Fuß, doch der herausgestürzte Keeper rettete an der Strafraumkante mit riskantem Einsatz.

„Wir kassieren die Gegentore zu einfach“, bemängelte Römmich. „Wir haben die Vellmarer zwar ganz gut ferngehalten. Aber beim 2:3 schieben wir nicht richtig ran. Da darf keiner so blank stehen. Und beim 3:3 haben wir keinen Zugriff auf den zweiten Ball. Trotzdem haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt, als zuletzt. Wir haben in Vellmar einen Punkt geholt. Hier werden noch einige Mannschaften stolpern."

Die Statistik:

OSC Vellmar: Schlöffel; Siebert (75. Despotovic), Igel, Brinkmann, Ziegler – Glogic, Schanze – Demaj (46. Scherer), Yantut, Miloshaj (87. Schweitzer) – Aytemür.
SG Bad Soden: Ersöz; K. Demuth, Vlk, Saletnik (44. T. Paulowitsch) , Kymlicka – K. Paulowitsch (66. Moaremoglu),, Neiter, Pospischil, Krapf – Fiorentino, Amani (80. Langhammer).
Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (SV Welkers).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Enes Glogic (6.), 1:1 Daniele Fiorentino (11.), 1:2 Christoph Neiter (43.), 1:3 Jaron Krapf (48.), 2:3 Dennis Schanze (55.), 3:3 Serkan Aytemür (90.).

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