13.02.2018

Der Cimen-Effekt lässt hoffen auf mehr

Watzenborn-Steinberg holte unter neuem Coach 23 von 30 möglichen Punkten

Daniyel Cimen folgte im September als Trainer auf Gino Parson. Foto: Charlie Rolff

Seit dem 15. Januar befindet sich Hessenligist SC Teutonia Watzenborn-Steinberg wieder im Training. Wir haben uns am Rande des Testspiels der Mittelhessen bei der Spvgg. 03 Neu-Isenburg (4:1) mit Trainer Daniyel Cimen über den Stand der Vorbereitung bei den Teutonen unterhalten.

Als der ehemalige Bundesligaspieler Ende September das Traineramt im Pohlheimer Stadtteil übernommen hatte, fand der von Rot-Weiss Frankfurt gekommene Coach einen verunsicherten Regionalliga-Absteiger vor. Nach dem direkten Wiederabstieg in die Hessenliga galt Watzenborn-Steinberg als Mitfavorit auf die Meisterschaft, doch nach einem eklatanten Fehlstart fanden sich die Teutonen im Mittelmaß der Liga wieder. Cimen brachte mit seinen Assistenten Taki Arnautis und Zaki Tammaoui frischen Wind an die Neumühle und veränderte die Spielweise sowie das Spielsystem. Von zehn Hessenliga-Spielen unter seiner Regie wurde nur das Gastspiel beim FSC Lohfelden mit 1:4 verloren. Von 30 möglichen Punkten holten die Teutonen 23 Zähler und schlugen dabei in beiden Spielen Meister und Spitzenreiter SC Hessen Dreieich (2:1/2:0).

Mit zwei Nachholspielen in der Hinterhand befindet sich Watzenborn mit 34 Punkten auf Rang fünf in Lauerstellung und könnte zumindest im Kampf um den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest berechtigt, noch ein gewaltiges Wort mitreden. Seit Mitte Januar wird beinahe täglich auf dem Kunstrasenplatz in Lich trainiert. Die vier bislang absolvierten Tests wurden gegen den VfB Marburg (5:1), den SV Zeilsheim (7:4), in Heuchesheim (9:0) und in Neu-Isenburg (4:1) allesamt gewonnen. "Wir hatten vor dem Spiel im Sportpark eine richtig intensive Woche hinter uns. Die Jungs haben das gegen einen gut organisierten Gegner wirklich gut gemacht, der uns vor allem in der ersten Hälfte das eine oder andere Mal vor Probleme gestellt hat", resümierte der Ex-Profi nach dem Testspiel im Schneeregen.

Yannick Dauth fällt auf unbestimmte Zeit aus

"Die Bedingungen waren in der letzten Viertelstunde sehr schwierig, aber auch da haben es die Jungs gut gemacht. Auch weil Neu-Isenburg dann verletzungsbedingt in Unterzahl agierte, hatten die letzten 15 Minuten nicht mehr so viel Aussagekraft. Wir haben es trotz der Platzbedingungen seriös runtergespielt und solange das Wetter nur am Ende so widrig ist, können wir damit leben", fasste Cimen zusammen. Mit dem allgemeinen Stand der Vorbereitung seiner Teutonen ist der Übungsleiter momentan sehr zufrieden: "Wir hatten mit Gian-Luca Reho mit einem ganz leichten Muskelfaserriss nur einen verletzten Spieler, der mittlerweile seinen Vertrag aufgelöst hat. Leider fällt Yannick Dauth auf unbestimmte Zeit mit einer Knieverletzung aus. Ansonsten waren es typische Wehwehchen, die den einen oder anderen zu zwei Tagen Pause gezwungen haben. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, weil wir die taktischen Aspekte, die wir uns erarbeiten wollten, immer besser reinkriegen. Heute haben wir die Dreierkette einstudiert, die eine Option für die Saison sein könnte", präzisierte Cimen.

Ein Härtetest steht noch aus, nachdem Süd-Verbandsligist Türk Gücü Friedberg am Samstag mit 6:1 besiegt werden konnte. Am 17. Februar kommt es noch einmal zu einem Vergleich in Lich mit Hessen Dreieich. Los gehen soll es in der Hessenliga mit dem Nachholspiel am 24. Februar beim SV Steinbach. Ob angesichts der Wetterlage im Mühlengrund tatsächlich gespielt werden kann, steht aktuell noch in den Sternen.

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