13.03.2018

"Der sportliche Reiz ist riesig"

Hessenliga: Florian Münkel erklärt seinen Wechsel zum TSV

Florian Münkel (rechts) kehrt Steinbach nach 17 Jahren den Rücken. Foto: Charlie Rolff

Nach 17 Jahren am Steinbacher Mühlengrund schlägt Florian Münkel im Sommer ein neues Kapitel auf und versucht sein Glück beim TSV Lehnerz. Beim Hessenligisten will sich der 27-Jährige vor allem weiterentwickeln und durchsetzen.

„Der sportliche Reiz ist für mich riesig“, sagt Münkel, der mit 24 Toren und 9 Vorlagen in 45 Partien in den vergangenen eineinhalb Jahren bewiesen hat, dass er nicht nur zu den besten Angreifern der Region zählt, sondern bei regelmäßiger Spielzeit fast schon Scorerpunkte garantiert. Denn anders als der TSV Lehnerz macht sein jetziger Verein Steinbach nur ganz selten das Spiel und kreiert dementsprechend weitaus weniger Torchancen als der Ligakonkurrent. „Ich will es mir selbst einfach noch mal beweisen und glaube, dass ich charakterlich und spielerisch gut zur Mannschaft passe. Ich bin mir sicher, dass ich mich in Lehnerz wohlfühlen werde“, sagt Münkel.

Gespannt ist der 27-Jährige vor allem auf die Konkurrenz. Denn mit Marcel Trägler, Steven von der Burg, Tobias Göbel, Jan-Niklas Jordan, Patrick Broschke, Christoph Sternstein und Kemal Sarvan stehen sieben weitere Spieler im Kader, die in der Sturmspitze eingesetzt werden können. „Die Konkurrenzsituation ist für mich ein riesiger Anreiz, Woche für Woche alles zu geben und mir meinen Platz in der ersten Elf zu erarbeiten. Ich will mich in allen Bereichen verbessern und bin selbst gespannt, was am Ende dabei herauskommt.“

Doch nicht nur Trainer Marco Lohsse, der beim Wechsel keine unwichtige Rolle gespielt hat und sich intensiv um den Angreifer bemühte, hat im Sommer die Qual der Wahl, auch Münkel konnte sich seine sportliche Heimat aussuchen. Denn neben dem Team von der Richard-Müller-Straße war auch der SC Borussia Fulda („Das was für mich eigentlich keine Option.“) und der Hünfelder SV (Ich wollte unbedingt weiter Hessenliga spielen. Diese Gewissheit hätte ich aber erst zum Saisonende bekommen. So lange wollte ich mit meiner Entscheidung aber nicht warten.“) am Stürmer interessiert.

„Ich bin mir sicher, dass ich mit meinem Wechsel nach Lehnerz alles richtig gemacht habe“, ist Münkel überzeugt, der möglicherweise aber gar nicht in der gewünschten Spielklasse spielen könnte. Denn nach dem 2:1-Erfolg in Waldgirmes hat der Tabellenzweite der Hessenliga beste Chancen auf einen Aufstieg in die Regionalliga Südwest. „Damit habe ich mich überhaupt noch nicht beschäftigt, zumal die Saison noch lange ist“, wiegelt Münkel ab und verweist darauf, dass sein voller Fokus auf dem SVS und der Rückrunde liege.

Denn trotz einer fast aussichtslosen Situation und dem drohenden Abstieg in die Verbandsliga hat der gebürtige Großentafter das Team vom Mühlengrund noch nicht abgeschrieben. „Gerade personell ist die Situation nicht leicht, trotzdem dürfen wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir haben noch 13 Spiele vor der Brust“, hat Münkel noch nicht aufgegeben. Positiv war er derweil überrascht, wie die Mannschaft seinen Abschied aufgenommen habe. „Da gab es überhaupt keinen Groll. Die Jungs haben das alle verstanden und mir viel Erfolg für die Zukunft gewünscht.“ Denn noch ist das Kapitel nicht beendet. Eine kleine Chance für das große Happy End lässt die Verantwortlichen am Mühlengrund weiter hoffen.

Autor: Max Lesser

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