26.05.2019

Der zweite Matchball sitzt

A-Liga Fulda: KSV feiert

Meisterlich! Der KSV Niesig bejubelt den Aufstieg in die Kreisoberliga. Foto: Charlie Rolff

2006 stieg der KSV Niesig aus der Kreisoberliga Mitte ab, 2009 folgte gar der Sturz in die B-Liga. Doch nun ist der Kultur-Sportverein zurück in der KOL. Gegen die SG Praforst, für die es um nichts mehr ging, hätte bereits ein Punkt für den Meistertitel in der A-Liga Fulda genügt. Am Ende setzte sich der KSV aber hochsouverän mit 3:0 (2:0) durch.

Die Saison war eine mit Höhen und Tiefen: Erst im 19. Saisonspiel und damit dem letzten in 2018 setzte es bei Germania Fulda die erste Niederlage. Ein Zweikampf mit dem Türkischen SV zeichnete sich ab, doch plötzlich mischte stattdessen der RSV Margretenhaun im Titelrennen mit. Und nach der 3:4-Pleite am Ostermontag im direkten Duell hatten nicht wenige den KSV schon abgeschrieben. Doch während der RSV nicht mit dem neuen Druck zunächst nicht umgehen konnte, gewann Niesig die so wichtigen Spiele in Sickels (4:3) und gegen Bronnzell II (5:4), um es durch die 0:1-Niederlage in Marbach vor Wochenfrist doch noch einmal bis zum letzten Spieltag herauszuzögern.

Zeigte Niesig vor Wochenfrist gegen Marbach/Dietershan Nerven und hatte vor allem mit der notwendigen Durchschlagskraft nach vorne Probleme, wirkte der Auftritt diesmal vom Anstoß weg ganz anders. Und dass bereits nach fünf Minuten die Weichen gestellt waren, tat für die gute Leistung sein Übriges. Für die notwendige Durchschlagskraft sorgte nicht zuletzt Trainer Nuspahics Maßnahme von einem auf zwei Stürmer umzustellen. Eduard Appelhans vergab die erste Großchance nach 70 Sekunden, erzwang allerdings die frühe Führung. Kapitän Lucas Laibachs langen Schlag köpfte er in Uwe-Seeler-Manier über Praforst-Keeper Nikolai Pappert hinweg, der Ball klatschte vom Kreuzeck zurück ins Spielfeld und Pappert konnte sich gegen das Eigentor nicht mehr erwehren.

Diesmal spielen die Nerven keine Rolle

Auch danach dominierte Niesig das Geschehen fast nach Belieben, besaß zahlreiche Kombinationen und Standards, um schnell alle Zweifel zu beseitigen. Erst Torjäger Amine Hibaoui mit seinem 26. Saisontreffer nach Kristoffer Bechs erlöste den Anhang (33.). Der Rest war Dominanz, Formsache und Chancenwucher in Reinkultur.

Mitentscheidend, dass der Titel eingefahren werden konnte: Den Ausfall von Torgrant Dennis Broschke (Kreuzbandriss) fing Trainer Adnan "Hondo" Nuspahic mit seinen Mannen im Kollektiv auf. Broschke hatte das Kunststück fertig gebracht, zwischen Ende August und Anfang November 13 Spiele in Folge zu treffen und dabei 25 seiner 26 Saisontore zu erzielen.

Die Statistik:

KSV Niesig: Schöbeck; Vey, Laibach, Sprycha, Schlereth, Baldauf, Waldmann, Phiri, Becj, Hibaoui, Appelhans – Neu, Quanz, Lützner.
SG Praforst: N. Pappert; D. Plappert, Reith, Benjamin Salihi, Hammermeister, T. Ebert, Osmani, C. Plappert, Aha, Herr, Nemetz – Trapp.
Schiedsrichter: Yannik Magel (SG Hutten).
Zuschauer: 240.
Tore: 1:0 Nikolai Pappert (5., Eigentor), 2:0 Amine Hibaoui (33.), 3:0 Peter Sprycha (88.).
Gelb-Rote Karte: Gabriel Herr (53., Praforst).
Verschossener Handelfmeter: Nikolai Pappert (Praforst) hält gegen Lucas Laibach (53.).

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