Kreispokal Schlüchtern, Halbfinale

Die Besten der vergangenen Saison

18. August 2020, 07:02 Uhr

Einigermaßen überraschend ging der Kreispokal in der Saison 18/19 an die SG Freiensteinau, die in Schlüchtern die SG Bad Soden bezwang. Foto: Ottmar Schleich

Das Kreispokal-Halbfinale 2019/2020 geht am heutigen Dienstag über die Bühne und es versammelt mit dem einzigen Verbandsligisten und allen drei Gruppenligisten der vergangenen Saison das Beste, was der Fußballkreis Schlüchtern zu bieten hat(te).

SG Schlüchtern – SG Freiensteinau (19.30 Uhr)

Titelverteidiger SG Freiensteinau gibt sich die Ehre. In der vorvergangenen Saison gelang mit 2:1 ein Endspielcoup gegen den damals aktuellen Gruppenligachampion und Verbandsligarückkehrer SG Bad Soden. Ungeachtet dieses Triumphes und der Tatsache, dass Freiensteinau 19/20 in der Liga beachtliche Auswärtsstärke bewies, schiebt SGF-Coach Heiko Breitenberger seinem Trainerkollegen Marc Friedel die Favoritenrolle zu: „Schlüchtern hat sich sehr gut verstärkt, ich sehe uns als Außenseiter, diese Rolle werden wir annehmen“, sagt Breitenberger, der auf einen wichtigen Spieler verzichten muss. Sebastian Krieg, Mannschaftskapitän, Innenverteidiger und torgefährlicher Kopfballspieler insbesondere bei Standards, muss aus privaten Gründen passen.

Die personellen Sorgen des Gastgebers sind größer: Slavcho Velkoski, aus Johannesberg gekommener Mittelfeldspieler, und Mehmet Özkan, ein Linksverteidiger, der vom JFV Bad Soden-Salmünster an die Auwiese wechselte, sind im Urlaub. Der baumlange Innenverteidiger Haris Hrkic fällt mit einer Knieverletzung aus, und für den auf allen Mittelfeld- und Angriffspositionen bedenkenlos einsetzbaren Florian Reichler lag nach der Rückkehr aus Neuhof gestern noch keine Spielberechtigung bevor. „Wir sind dran, aber ich bin skeptisch, dass das klappt“, sagt Spielertrainer Marc Friedel, der im Laufe der Vorbereitung festgestellt: „In einem 4-2-3-1 fühlt sich die Mannschaft am wohlsten.“

Für Friedel ist es seit seinem Wechsel zur SG tatsächlich das erste Pflichtspiel, denn Schlüchtern war in der Gruppenliga letztmals im Oktober 2019 aktiv. Und das Erreichen des Endspiels wäre für Friedel und Co. freilich alleine deshalb schon eine feine Sache, weil das Finale wie gehabt auf der Auwiese steigt, schon an diesem Freitag um 19 Uhr ist es soweit.

SG Oberzell/Züntersbach – SG Bad Soden (19.30 Uhr, in Oberzell)

Allein schon wegen des Klassenunterschieds hat man bei den Sinntalern die Endspielteilnahme im Kalender nicht fest eingeplant. Und so weist denn auch der Testspielplan just für diesen Freitag einen Vergleich mit der SG Dipperz/Dirlos aus. Sicher ist sicher.

Kampflos ergeben wird sich die SG O/Z dennoch nicht: „Ich will grundsätzlich jedes Spiel gewinnen. Mit einer Topleistung ist eine Überraschung nicht unmöglich, aber da muss wirklich alles passen. Die Defensive muss funktionieren, das ist die Basis. Wir wollen Soden wenig Raum lassen und trotzdem mutig nach vorne spielen“, sagt Michael Jäger. Konkrete Aussagen zur Personalsituation vermeidet der Trainer: „Es gibt viele Fragezeichen. Im Hinblick auf die Liga werden wir kein Risiko eingehen.“

Bad Sodens Trainer Anton Römmich sagt klipp und klar: „Wir wollen endlich mal wieder Kreispokalsieger werden und nehmen dieses Spiel total ernst!“ Vor der SG O/Z muss er sein Team jedoch warnen: „Wir wissen, was uns dort erwartet. Das ist ein zweikampfstarker Gegner mit einer herausragenden Offensive.“

Die personellen Sorgen der „Sprudelkicker“ haben sich in den letzten Tagen weitgehend in Luft aufgelöst: „Am Samstag haben alle am Training teilgenommen, ich kann aus dem Vollen schöpfen“, sagt Römmich. Gesucht wird noch die geeignete Position für den von Hanau 93 gekommenen Mittelfeldspieler Betim Mezini. „Auf der Zehn, wie beim 5:1 in Bernbach, fühlt er sich nicht so wohl, er wird wohl künftig, wie schon bei unserem Sieg in Steinbach, auf der Acht oder der Sechs spielen“, sagt Römmich. oi

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