07.08.2019

Die Buchonia muss Schaubs Ausfall verkraften

Verbandsliga: Drei Osthessen-Derbys in der englischen Woche

Fabian Schaub wird Buchonia Flieden fehlen. Foto: Charlie Rolff

In der Verbandsliga geht heute Abend (19 Uhr) der erste von zwei Mittwochs-Spieltagen über die Bühne. Alle sieben Osthessen sind im Einsatz, auf drei Derbys dürfen sich die Zuschauer freuen.

SG Barockstadt II – SV Buchonia Flieden.

Marco Lohsses Respekt vor dem kommenden Gegner ist groß: „Das ist eine Verbandsliga-Spitzenmannschaft mit vielen Hessenliga-erfahrenen Spielern in der Startelf, alleine deshalb ist das nochmal ein ganz anderes Kaliber als Sand“, so der SGB-Coach, der ein ordentliches erstes Saisonspiel seiner Elf gesehen hat, das allerdings nicht von Erfolg gekrönt war: „Du musst eben über 93 Minuten konzentriert sein, die Fehler minimieren und die wenigen Chancen nutzen.“ Lohsse steht dabei derselbe Kader wie in Sand (1:3) zur Verfügung, sagt aber, dass es Überraschungen in der ersten Elf geben könnte.

Der „beste Spieler der Liga“, wie der SGB-Coach Fabian Schaub bezeichnet, wird Flieden übrigens nicht zur Verfügung stehen. Der Angreifer wurde gestochen und hat eine allergische Reaktion gezeigt, sodass sein Fuß dick angeschwollen ist. Die jungen Neuzugänge Noah Odenwald und Leon Busch stehen als Ersatz parat. „Nach dem 8:0 gegen Vellmar haben wir die Messlatte für uns selbst hochgelegt“, erklärt Trainer Zlatko Radic das eher schwächere Match gegen Körle (2:1). Mit Barockstadt II kommt nun wohl der stärkste der bisherigen Gegner auf die Buchonia zu, „die werden gegen uns mit Sicherheit top motiviert sein.“

Hünfelder SV – FC Eichenzell.

Nach zwei Kantersiegen zum Start steht der HSV vor dem nächsten Heimspiel, in das er als Favorit geht. „Die Mannschaft macht nicht den Eindruck, dass der Schlendrian reinkommen könnte. Und auch das Spiel am Sonntag in Johannesberg ist noch kein Thema“, macht Trainer Dominik Weber klar, dem der Auftritt seiner Elf in den ersten Partien gut gefallen hat. „Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass uns das Spiel aus der Hand gleiten könnte.“ Ärgerlich ist es dagegen, dass sich Sebastian Schuch bei der Reserve an den Bändern verletzt hat, ein MRT wird über die Verletzung des gelernten Stürmers Aufschluss geben.

Auch Eichenzell fehlt mit Benedikt Müller, der sich schwerer im Leistenbereich verletzt hat, ein wichtiger Akteur die nächsten vier bis sechs Wochen. Mit Adrian Happe und Tim Ströder stehen zwei junge Innenverteidiger als Ersatz parat, Roman Schad ist weiterhin angeschlagen. „Wir müssen gegen Hünfeld, die für mich das Non-Plus-Ultra der Liga sind, defensiv gut stehen, zu unseren Chancen werden wir schon kommen. Wir dürfen nicht zu ängstlich agieren und nur mauern“, betont Britannen-Coach Heiko Rützel. Sein Team soll es dabei ähnlich machen wie am ersten Spieltag beim 5:0 bei CSC Kassel, wenngleich Rützel weiß, „dass gegen Hünfeld an so einem Tag viel zusammenpassen muss.“

SG Ehrenberg – SG Bad Soden.

Erst 2:2, dann 3:3. In der vergangenen Saison stolperte der souveräne Gruppenliga-Meister Bad Soden gleich doppelt gegen die SG Ehrenberg. Geht es nach SGE-Coach Robert Schorstein, soll auch diesmal wieder mindestens ein Zähler geholt werden, der gleichbedeutend der erste in der Verbandsliga wäre. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen Soden mithalten können. Die sind natürlich technisch unglaublich gut“, weiß der 31-Jährige. Schorstein selbst allerdings wird vorerst passen müssen, denn eine alte Kreuzbandverletzung macht ihm erneut zu schaffen. Ansonsten ist der restliche Kader vollständig und brennt auf die Partie, schließlich sei die Euphorie in der Rhön trotz des punktlosen Starts ungebrochen.

Geglückt ist dagegen der Start von Kontrahent Bad Soden. Die Römmich-Mannen drehten einen zweimaligen Rückstand gegen Willingen in einen 5:2-Sieg. Der Coach der Sprudelkicker erkannte dabei jedoch, "dass wir immer an unsere Leistungsgrenze gehen müssen." Dass der SGE der Sprung in die Verbandsliga gelang, freut den 32-Jährigen. "Ehrenberg ist ein sehr sympathischer Verein, zu dem wir schon immer ein faires Verhältnis pflegen", meint Römmich, wenngleich er mit einer geordneten und offensiven Spielweise die drei Punkte aus Seiferts entführen möchte. Dafür stehen ihm wieder Tuna Moaremoglu, der vor wenigen Tagen zum zweiten Mal Vater geworden ist, sowie Ilir Memeti und Gian-Luca Marucci zur Verfügung. Matthias Neiter und Robert Lairich müssen hingegen mit Leistenproblemen passen.

SG Johannesberg – Melsunger FV.

Einen idealen Start legten die Mannen um Zeljko Karamatic hin, schließlich konnte die SGJ beide Auftaktspiele gewinnen. „Wir freuen uns auf unser erstes Heimspiel, haben alle Mann an Board und wollen die drei Punkte einfahren“, zeigt sich der Trainer zuversichtlich. Mit Melsungen wartet wiederum ein Gegner, der in den ersten zwei Partien acht Gegentore gefangen hat. Die schwache Johannesberger Chancenverwertung könnte demnach heute Abend verbessert werden. Dennoch liegt der Augenmerk nicht nur auf der guten Offensive, Karamatic hebt auch die weiße Weste seines Teams hervor. „Über die Defensive wird kaum gesprochen. Wir haben eine stabile Abwehr. Das gesamte Paket muss eben passen, um Spiele zu gewinnen.“ / kol, tok, mic

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