Gruppenliga

Die Eisenbahner siegen schon wieder

25. September 2020, 19:45 Uhr

ESV-Erfolgstrainer Tino Jäger. Foto: Kevin Kremer

Der große Gewinner des Spieltags und die größte Überraschung neben Primus Kerzell sind die Eisenbahner aus Hönebach, die plötzlich von Rang zwei grüßen.

FT Fulda – FV Horas 2:2 (0:1).

FVH-Trainer Julian Wehner war in seiner Spielanalyse ehrlich: "Es wäre unverdient gewesen, wenn wir hier drei Punkte mitgenommen hätten. Aber natürlich ist es unfassbar bitter, wenn wir nach 85 Minuten noch 2:0 führen und dann doch nicht gewinnen." Erst in Minute 87 sorgte Louis Winkow für den Anschluss, den Schlusspunkt setzte FT-Kapitän Christian Auth, als er in die Flugbahn des Vollspannschusses von Jan-Hendrik Wolf geriet und so zum hochverdienten Ausgleichstreffer traf. "Nach dem 0:2 habe ich mich schon gefragt, was mit dem Fußballgott los ist, weil Horas nur zweimal auf das Tor geschossen hat, zumindest ein bisschen hat er uns dann aber doch noch zurückgegeben", sagte FT-Trainer Romeo Andrijasevic.

Schiedsrichter: Christoph Hein (VfL Eiterfeld). Zuschauer: 180. Tore: 0:1 Patrick Lesser (3.), 0:2 Mark Zentgraf (51.), 1:2 Louis Winkow (87.), 2:2 Christian Auth (90.+5).

Viktoria Bronnzell – Germania Müs 4:1 (3:0).

"Da hat das Zuschauen Spaß gemacht", frohlockte Bronnzells Trainer Jens Keim nach einem hochverdienten und nie gefährdeten Sieg gegen ersatzgeschwächte Müser. So erklärte er, dass seine Abwehr super gestanden und fast nichts zugelassen hätte, dass das Mittelfeld gierig wie aggressiv zu Werke ging und die Offensive sich zahlreiche Torchancen herausspielen konnte. "Eben eine Mannschaftsleistung von der Nummer 1 bis zur Nummer 14", betonte Keim.

Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (SV Herolz). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Marek Weber (10.), 2:0 Marian Weber (16.), 3:0 Julian Keller (31.), 4:0 Julian Keller (51.), 4:1 Burak Ilgar (86.).

Teutonia Großenlüder – SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach 2:2 (2:0).

Binnen gut 60 Sekunden egalisierten die Rhöner den 0:2-Rückstand. Zunächst traf Noah Neubauer nach einem Freistoß von Mark Jaksch gefühlvoll ins obere Toreck, dann presste der Gast gut und Jonas Grösch schloss gedankenschnell aus 16 Metern ab. Vor der Pause ließ der Gast sich zweimal auskontern, lag entsprechend zurück. "Wir haben anschließend ein bisschen was umgestellt, sind mehr auf Balleroberungen und zweite Bälle gegangen und konnten uns für unsere tolle Moral belohnen", frohlockte Jaksch, der nach dem Ausgleich einen offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten sah.

Schiedsrichter: Leonard Plutz (SV Burghaun). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Moritz Reith (18.), 2:0 Moritz Reith (25.), 2:1 Noah Neubauer (80.), 2:2 Jonas Grösch (81.)

SG Schlüchtern – TSV Künzell 4:2 (2:2).

Weiterhin steckt der TSV in der Negativspirale, diesmal reichte gar eine 2:0-Führung nicht zu Zählbarem.

Schiedsrichter: Marvin Roos (SV Echzell). Zuschauer: 180. Tore: 0:1 Tim Farnung (23.), 0:2 Jose-Ramon Bacale (25., Foulelfmeter), 1:2 Leon Busch (31.), 2:2 Lars Jordan (45.+1), 3:2 Florian Reichler (79.), 4:2 Leon Bausch (90.+4).

SG Aulatal – ESV Hönebach 0:1 (0:1).

Die Eisenbahner bleiben weiterhin ein gefürchteter Aufsteiger: Eine Einzelaktion von Stürmer Marcel Katzmann stellte die Weichen kurz vor der Pause auf Sieg, als er aus zwölf Metern von halblinks ins linke Eck traf. War das Spiel bis dahin ausgeglichen, dominierte Hönebach nach dem Seitenwechsel das Geschehen. ESV-Trainer Tino Jäger sah entsprechend einen verdienten Sieg, weiß Tabellenplatz zwei zum frühen Zeitpunkt richtig einzuordnen, zollt seiner Mannschaft für das bis dato Geleistete aber auch den gebührenden Respekt.

Schiedsrichter: Nico Konrad (TuSpo Rengershausen). Zuschauer: 150. Tor: 0:1 Marcel Katzmann (45.).

SG Freiensteinau – SG Kressenbach/Ulmbach 2:0 (1:0).

Hochverdient war der erste Heimsieg der jüngeren Freiensteinauer Gruppenligageschichte schon deshalb, weil die Vogelsberger keine einzige Torchance zuließen. Eine von Nico Bensing auf den Torwart gezirkelte Ecke war nach 65 Minuten die gefährlichste Aktion des bemühten, aber erschreckend harmlosen Aufsteigers, dessen Angreifer weder in Szene gesetzt wurden noch sich in Szene zu setzen wussten.

Schiedsrichter: Lukas Heckener (SV Welkers). Zuschauer: 220. Tore: 1:0 Jannik Beikirch (16.), 2:0 Jannik Beikirch (73.).

SG Oberzell/Züntersbach – SG Gundhelm/Hutten 6:2 (4:1).

Die Gäste ließen auch von einem 1:4-Rückstand nicht beeindrucken, sondern kamen über ihren Goalgetter Kreß nach einer feiner Einzelaktion zum Anschlusstreffer – es war Saisontor Nummer vier. Und hätte G/H-Kapitän Dany Spahn, der in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz flog, in der 83. Minute seinen Kopfball im Tor untergebracht, wäre es in der Schlussphase bei einem Spielstand von 4:3 noch einmal spannend geworden. Fast im Gegenzug sorgte Valentin Ankert mit dem 5:2 für die Vorentscheidung. „Ich habe mir für dieses Wochenende sechs Punkte zum Ziel gesetzt. Am Sonntag wollen wir in Züntersbach gegen Hünfeld II nachlegen“, nimmt O/Z-Routinier Benjamin Münch sich und seine Kollegen in die Pflicht.

Schiedsrichter: Lukas Weber (SV Sotzbach). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Nick Liebert (15., Eigentor), 1:1 Benedikt Kreß (26.), 2:1 Julian Ankert (31.), 3:1 Julian Ankert (35.), 4:1 Julian Ankert (41., Handelfmeter), 4:2 Benedikt Kreß (64.), 5:2 Valentin Ankert (80.), 6:2 Johannes Statt (90.+4). Gelb-Rote Karte: Dany Spahn (90.+3, Gundhelm/Hutten).

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