SGJ verliert 1:4 und zwei Spieler

Die Liste wird noch länger

21. August 2020, 20:00 Uhr

Leon Bräuer (rechts) konnte sich bei der SG Johannesberg um Goran Zelenika klar durchsetzen. Foto: Charlie Rolff

Zwei Wochen vor Saisonstart scheint der SV Neuhof auf einem besseren Weg zu sein, als es der heutige Pokalgegner Johannesberg ist. Das allerdings hat hausgemachte Gründe, denn die Personalsituation ist schlecht bei der SG. Mit 4:1 (0:0) setzte sich Neuhof in Johannesberg durch.

Ohne acht teilweise „unverzichtbare“ Akteure waren die Johannesberger ins Pokal-Halbfinale gegangen und mussten die lange Ausfallliste nach Spielende noch um Mihai Moise und Cino Schwab (jeweils Zerrung) erweitern. Entsprechend schwierig fällt die Einschätzung, wie weit der Titelaspirant der Verbandsliga Nord schon ist. Fakt ist: Die Niederlage war ob der Spielanteile verdient. Fakt ist aber auch, dass das Team gleich drei dicke Möglichkeiten zur Führung hatte liegen lassen. Zunächst spielte der Assistent nicht mit und wähnte Niklas Odenwald im Abseits (7.), später verfehlten Stefan Cosmin Calin (50.) und Lukas Schwarz (69.) knapp den Kasten.

„Was mir imponiert hat, ist, dass die Jungs richtig Gas gegeben haben“, sagte SGJ-Trainer Zeljko Karamtic, dem einzig das letztlich zu deutliche Ergebnis aufs Gemüt schlagen würde. Gleichzeitig hob er die Leistung von Rechtsverteidiger Robin Schwarz hervor, der den Trainer darum gebeten hatte, mittrainieren zu dürfen. Eigentlich spielt Schwarz in der Reserve, nun sagt Karamatic, „dass ich den Jungen nicht wieder hergeben werde“. Dass neben Robin auch sein jüngerer Bruder Lukas spielte, machte insbesondere Vorstand Lothar Plappert glücklich, für den es das Schönste sei, gleich zwei Einheimische in der Startelf zu sehen.

Weismantel in guter Verfassung

Doch nicht nur die SGJ befindet sich noch in der Findungsphase, auch Neuhof muss mit in Summe 15 Neuzugängen noch feilen. „Aber es wird von Woche zu Woche besser“, versicherte der 0:1-Torschütze Mike Weismantel, der sich in einer starken Verfassung präsentiert und auch schon zuletzt gegen Eiterfeld/Leimbach zu überzeugen wusste. „Ich hatte eine Weile wirkliches Verletzungspech, aber gerade in der Corona-Phase habe ich viel gearbeitet. Ich fühle mich wohl“, sagte der Neuzugang, der neben Abstimmung noch die Kommunikation als Defizit ausmacht. Hessenligaformat, das Neuhof in der Vorsaison oft fehlte, hätte das Team jetzt.

Dazu trägt nicht zuletzt der neue Stürmer neben noch immer unverzichtbaren Radek Görner bei: Mateusz Jaremkiewicz bereitete die beiden ersten Tore vor und war aufgrund seiner Wendigkeit kaum zu greifen. Ob es dem Finalgegner (Eichenzell oder Barockstadt) besser gelingen wird?

Die Statistik:

SG Johannesberg: Hofacker – R. Schwarz, Moise (26. Calin), Milankovic, Hartung – Di Risio (86. Shakur), Weldetnsae, L. Schwarz – Zelenika, Schwab (63. Curic), Odenwald.
SV Neuhof: Albayrak – Paez, Bräuer, Srsen, Vrdoljak – Kulas, Henning – Pleic, Weismantel (77. Costa Sabate) – Görner (85. Dubalic), Jaremkiewicz.
Schiedsrichter: Joshua Herbert (FSV Schwarzbach).
Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Mike Weismantel (62.), 0:2 Kristijan Pleic (69.), 1:2 Cosmin Stefan Calin (78.), 1:3 Radek Görner (82.), 1:4 Radek Görner (83.).

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