07.11.2019

Die nächste Kasseler Mannschaft, bitte

Hessenliga: Folgt nach Baunatal die nächste Überraschung?

Kapitän Redek Görner (grau) und sein Team haben ein schweres Heimspiel vor der Brust. Foto: Charlie Rolff

Der Kampf gegen den Abstieg wird für den SV Neuhof in der Hessenliga nicht leichter und die Gegner auch nicht. Am Samstag (16 Uhr) gastiert in der Neuhofer Jahnstraße der KSV Hessen Kassel, der zuletzt einen Lauf startete. Dennoch glauben die Grün-Weißen an etwas Zählbares.

Nach Baunatal ist vor Hessen Kassel. Die Mannen aus der Kali-Gemeinde klappern im Moment die großen Klubs Hessens ab und stoßen dabei auf eine Menge Geschichte. „Hessen Kassel ist eine große Mannschaft mit viel Tradition, die wieder nach ganz vorne möchte“, stellt Martin Döppenschmidt aus dem Neuhofer Betreuerteam klar und sieht seine Grün-Weißen als Underdog. Diese Behauptung bestätigt auch ein Blick auf die aktuelle Formkurve beider Teams. Die Kasseler Löwen sind seit fünf Spielen ungeschlagen und punkteten gegen Spitzenmannschaften wie Hessen Dreieich oder die Barockstadt. Neuhof hängt hingegen im Tabellenkeller fest und ist fast jedes Spiel zum Siegen verdammt.

Der Auftritt gegen den KSV Baunatal machte aber Hoffnung auf mehr, zumal Trainer Alexander Bär seit jenem Spiel auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Dies war in der Vergangenheit nicht der Fall. Lediglich hinter Offensivmann Baris Özdemir steht ein kleines Fragezeichen, sonst fehlt einzig Keeper Dogus Albayrak gesperrt. „Die Mannschaft rückt mehr und mehr zusammen. Zudem weiß ich, dass die Mannschaft noch besser spielen kann“, blickt Döppenschmidt optimistisch in die Zukunft und spricht von einer Eingewöhnungszeit zu Beginn der Saison. Auch Bär sieht seine Mannschaft stärker, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt.

Dass die Aufgabe gegen Hessen Kassel schwierig, aber nicht unmöglich wird, weiß auch Döppenschmidt, der in einigen Spielen eine Anfälligkeit der Kasseler Defensive ausmachte. „Es wird zu 80 Prozent eine Defensivschlacht werden. Aber wir haben schnelle Leute in der Offensive und wenn wir die Räume eng machen und eklig spielen, ist etwas zu holen. Auf der anderen Seite wäre keiner bei einer Niederlage überrascht“, macht der Betreuer klar.

Autor: Michel Ickler

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