Verbandsliga: Vier Tore

Die prophezeite Gonnermann-Show

21. Oktober 2020, 19:40 Uhr

Weidenhausens Tim Gonnermann (rechts) kocht Thalaus Timo Müglich ab. Tim Zwillingsbruder Sören war aber derjenige für die Schlagzeilen. Foto: Kevin Kremer

"Der Sören Gonnermann ist so einer, den können wir eigentlich gar nicht halten", sagt Thalaus Funktionär Paul Weichlein. Vor dem Spiel wohlgemerkt. Nach dem Spiel musste er sich zum eigenen Leidwesen bestätigt fühlen. Weidenhausen siegte in Thalau 3:1 (2:1), drei Tore erzielte eben jener Gonnermann.

„Der Sören Gonnermann ist so einer, den können wir eigentlich gar nicht halten“, sagte Thalaus Funktionär Paul Weichlein. Vor dem Spiel wohlgemerkt. Nach dem Spiel war er zum eigenen Leidwesen bestätigt. Der SV Adler siegte in Thalau 5:1 (2:1), vier Tore erzielte eben jener Gonnermann.

Und dabei hatte der 31-Jährige zunächst einmal Ladehemmung: Nach zwei Minuten scheiterte er glänzend freigespielt frei vor FSV-Keeper Markus Herber an Herber, nach vier Minuten verzog er mit vollem Risiko knapp – ebenfalls blank vor Herber. Doch nach 25 Minuten hatte er seinen Torriecher wiedergefunden, tauchte zwischen zwei FSV-Verteidigern auf, nahm den Ball runter und traf humorlos ins lange Eck.

Treffer Nummer zwei resultierte aus einem Freistoß von Luis Göbel, den Gonnermann einnickte (40.). Beim dritten hob Thalaus Linksverteidiger Leon Koch das Abseits auf, was Gonnermanns Zwillingsbruder Tim für den Steckpass auf den Dreifachtorschützen zu nutzen wusste (64.). Sein viertes war nicht mehr entscheidend, da bereitete der gerade eingewechselte Dominik Stöber vor (87.). Und kurz zuvor hatte Gonnermann mehr oder minder auch noch den Elfmeter ermöglicht, der zum 4:1 führte, weil er den dann durch Daniel Zimmer gefoulten Jan Gerbig freigespielt hatte. Sören Gonnermann, keine Frage, war der Mann des Spiels.

Doch diesen Namen hätte sich mit viel Duesel auch ein Thalauer verdienen können. Einer, der einen seinen Glanzzeiten wohl auf ähnlichem Niveau wie Gonnermann heute unterwegs war: Stanislav Szilagyi hatte wie aus dem Nichts nach genau einer Viertelstunde das 1:0 nach glänzender Vorarbeit durch Dominik Piechutta erzielt. Und der mittlerweile 39-jährige Szilagyi hatte kurz später, diesmal freigespielt von Florian Storch, tatsächlich noch die Gelegenheit das 2:0 zu erzielen, scheiterte aber aus spitzem Winkel am glänzend reagierenden Johannes Klotzsch im Adler-Gehäuse.

Aber auch Thalaus Trainer Meik Voll wusste, dass es schon mit dem Teufel hätte zugehen müssen, dass sein Team tatsächlich Zählbares auf dem tatsächlich recht gut bespielbaren B-Feld hätte mitnehmen können: „Weidenhausen war heute auch die vier, fünf Tore besser. Punkt. Aus. Entsprechend sitzt der Stachel der Enttäuschung gar nicht so tief, da steckt der von der Heimniederlage am Sonntag gegen Körle noch deutlich tiefer.“ Sowei, um ein vermeintliches Spitzenteam wie Weidenhausen zu schlagen, sei das Team eben noch nicht.

Die Statistik:

FSV Thalau: Herber – Zimmer, Fischer, Weichlein, Koch (86. – Müller, Müglich – Weigel, Storch, Piechutta (86. Schrems) – Szilagyi.
SV Adler Weidenhausen: Klotzsch – Renke, Hammer, Assmann, Mainz – Toro Moreno, Göbel (66. Löffler) – Pfliegner (84. Stöber), T. Gonnermann (86. Schäfer), Gerbig – S. Gonnermann.
Schiedsrichter: Mario Czieslick (JFV Bad Hersfeld).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Stanislav Szilagyi (15.), 1:1 Sören Gonnermann (25.), 1:2 Sören Gonnermann (40.), 1:3 Sören Gonnermann (64.), 1:4 Jan Gerbig (86., Foulelfmeter), 1:5 Sören Gonnermann (87.).

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