09.11.2018

Die Tabelle liest sich für Schersadeh „bombastisch gut“

A-Ligen: Welkers fiebert Spitzenspiel entgegen

Imal Schersadeh (links, gegen Michael Rausch) hat die Augen stets fest auf den Ball gerichtet. Foto: Charlie Rolff

Krachender könnte der Jahresausklang in der A-Liga Rhön für das Spitzenduo kaum sein, schließlich tritt Primus TSV Hilders heute Abend (19 Uhr) bei Verfolger Concordia Welkers an.

Fulda/Rhön

Und nach nun zehn Siegen in Serie strotzt Welkers nur so vor Selbstvertrauen, wie auch Spielertrainer Imal Schersadeh zu berichten weiß: „Als Aufsteiger war der Klassenerhalt unser Ziel, jetzt liegen wir natürlich weit über dem Soll. Die Tabelle sieht einfach bombastisch aus.“ Die Ziele wolle er dennoch nicht zu deutlich nach oben korrigieren, setzt allerdings auch keine Grenzen. „Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr gesagt, dass Träumen erlaubt ist. Und warum sollte ich die Aussage jetzt nicht wiederholen?“ Auf die Meisterschaft schielt Schersadeh allerdings nicht. „Der Titel ist vergeben, da bin ich mir sicher. Selbst in einem Spiel ist es schwierig, Hilders Paroli zu bieten. Wir werden auch Glück brauchen“, sieht Schersadeh einer schweren Aufgabe entgegen, weiß aber, „dass wir uns das Spitzenspiel mit tollem Fußball verdient haben“.

Fulda

Die bislang so grandiose Serie des KSV Niesig, der noch immer ungeschlagen ist, wird vor der Winterpause noch zweimal auf harte Bewährungsproben gestellt. Denn heute Abend muss die Nuspahic-Elf zum 1. FC Nüsttal reisen, der mit seinem jungen Team eine tolle Saison spielt, auf Platz fünf liegt und im heutigen Heimspiel auf einen großen Trumpf bauen kann: den kleinen Kunstrasen in Hofaschenbach. Denn nur der verfügt über das notwendige Flutlicht. Und auch im letzten Spiel des Jahres wird Niesig noch einmal alles reinlegen müssen, dann geht es zum formstarken FSV Germania Fulda. Das Schlussprogramm des ersten Verfolgers, dem Türkischen SV, liest sich hingegen leichter: Am Sonntag geht‘s zur Verbandsliga-Reserve der SG Johannesberg, zum Abschluss führt die Reise zu Schlusslicht Haimbach II.

Fulda/Lauterbach

Aus sicherer Entfernung darf der spielfreie Tabellenführer SG Hattenhof beobachten, wie sich die Verfolger aus Ilbeshausen (in Grebenhain) und Oberrode (gegen Schlitzerland II) schlagen. Gewinnt Ilbeshausen mit mindestens vier Toren Differenz, wäre die Tabellenführung dahin. In Schlagdistanz zum Spitzentrio befindet sich die Spvgg. Bimbach, der mit Kellerkind Großenlüder II eine machbare Aufgabe ins Haus steht und die so vor dem krachenden Jahresabschluss in Hattenhof noch einmal Selbstvertrauen tanken könnte.

Hünfeld/Hersfeld

In Ausbach steigt am Sonntag das Topspiel, wenn die gastgebende SG den SV Unterhaun empfängt und dabei Rang zwei festigen will. Ausbach/Friedewald ist zu Hause noch ungeschlagen, holte aus acht Spielen 22 Punkte und kassierte dabei nur drei Gegentore. Doch die „Wölfe“ reisen mit riesigem Selbstvertrauen an, konnten die vergangenen sieben Spiele bei einem Torverältnis von 29:4 gewinnen. 14 Treffer davon erzielte allein Spielertrainer Fabian Kallée, der auch mit 38 Jahren nicht zu stoppen ist. Und noch etwas könnte für den Gast sprechen, denn Ausbach/Friedewald muss auch schon heute ran, empfängt Absteiger Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain im Nachholspiel.

Hersfeld/Rotenburg

Viel ungleicher kann ein Duell in einer Liga gar nicht sein: Tabellenführer Wildeck hat genau einmal verloren und insgesamt nur fünf Punkte liegen gelassen, dabei die meisten Tore erzielt und die wenigsten hinnehmen müssen. In keiner Statistik liegen Mike Lindemanns Mannen nicht vorne. Genau das Gegenteil trifft auf die Kreisoberliga-Reserve des ESV Weiterode zu, die nur drei Punkte, dafür aber schon 71 Gegentore auf dem Konto stehen hat. Das Hinspiel endete 7:1. Gezeigt, dass die A-Liga keine Eintagsfliege sein muss, hat Espanol Bebra mit dem überraschenden Sieg gegen die SG Gudegrund/Konnefeld. Doch um nachzulegen, müsste nun ausgerechnet Wildecks erster Verfolger FV Friedlos Zählbares abgeknüpft werden.

Schlüchtern

Bis auf Rommerz und Oberkalbach, die am 18. November noch in einem Nachholspiel aufeinandertreffen, verabschieden sich die A-Ligisten in die wohlverdiente Winterpause. Für den FCUnion Niederkalbach wohl zur Unzeit, schließlich gelang in der Vorwoche der so lang ersehnte erste Saisonsieg. Nun kann das Team um Coach Timo Hasenauer also nur noch einmal nachlegen und begrüßt am heimischem Geläuf den Tabellenzweiten SV Niederzell. Die Aufgabe könnte für das Schlusslicht kaum schwerer sein.

Autor: Johannes Götze

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