17.04.2018

„Die waren einfach geiler als wir“

Fliedens Sascha Gies zollt Gundhelm/Hutten Respekt

Fliedens Moritz Lingenfelder versucht die Mauer zu überlisten, mehr Aktionen setzte in Summe aber die SG Gundhelm/Hutten. Text und Foto: Karl-Heinz Weinel

Sieben beziehungsweise acht Spieltage sind in der A-Liga Schlüchtern noch zu absolvieren, und das Rennen um die Meisterschaft ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Die Teams aus Niederzell, Gundhelm/Hutten und Flieden II rangieren Kopf an Kopf an der Tabellenspitze.

Der SV Buchonia Flieden II, bisheriger Tabellenführer, wurde am Sonntag von der SG Gundhelm/Hutten mit 5:3 in die Schranken verwiesen und musste den Platz an der Sonne für den SV Niederzell freimachen, der mit einem 4:1-Erfolg in Oberkalbach aufwartete und nun von allen Titelaspiranten die beste Ausgangsposition besitzt. „Die Niederlage in Hutten war ärgerlich, sie wirft uns aber nicht aus der Bahn.“ Fliedens Spielausschussvorsitzender Daniel Reith vermisste den unbedingten Willen, die Partie zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. In den Augen von Reith ganz anders der aufopferungsvoll kämpfende Gegner: „Die haben sich in jeden Ball, in jede Flanke, in jeden Schuss geschmissen“, lobte Reith die Einstellung des Mitbewerbers, um gleichzeitig festzustellen: „Die Schlafmützigkeit in unserer Abwehr war einfach nicht zu überbieten.“

Unterstützt in seiner Beurteilung wurde Reith von Spielertrainer Sascha Gies: „Unsere Abwehr war ein Totalausfall. Wenn man auswärts drei Tore schießt muss man davon ausgehen, dass man das Spiel gewinnt. Aufgrund der Chancen in der ersten Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen, wenn man aber das ganze Spiel betrachtet, war der Sieg für Gundhelm/Hutten verdient. Die waren einfach geiler als wir und wollten das Spiel unbedingt gewinnen.“

Gundhelm/Hutten, das in den vergangenen Jahren manch entscheidende Partie verlor, stehen in Sachen Meisterschaft wieder alle Türen offen, zumal die Stolberg-Schützlinge auch noch einen weiteren Mitbewerber um Platz eins, den SV Niederzell, empfangen. Doch jetzt steht erst einmal die Partie bei der SG Marborn ins Haus. Und auch diese drei Punkte wollen sich die Mannen um Torjäger und Ex-Buchone Benedikt Kreß, die bereits das Hinspiel klar mit 6:1 für sich entschieden, nicht aus der Hand nehmen lassen. Apropos Stolberg: Gundhelm/Huttens engagierter Spielertrainer, am Sonntag als mit fiebernder Coach „nur“ an der Außenlinie tätig, kassierte zehn Minuten vor Schluss die Gelb-Rote Karte. Schiedsrichter Clemens Vögler aus Soisdorf hatte Stolberg schon in der ersten Halbzeit verwarnt, nach weiteren anscheinend unqualifizierten Äußerungen und Meckereien beorderte er ihn kurzerhand hinter die Barriere.

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