06.06.2018

Diesmal 5:3: Gundhelm/Hutten aufgestiegen

Relegation zur KOL Süd: Kretschs Dreierpack reicht Johannesberg nicht

Jubel bei der SG Gundhelm/Hutten nach dem Aufstieg in die KOL. Foto: Charlie Rolff

Die SG Gundhelm/Hutten ist in die Kreisoberliga Süd aufgestiegen. Der Vizemeister der A-Liga Schlüchtern hat das letzte Relegationsspiel gegen die SG Johannesberg II mit 5:3 (2:0) gewonnen und so souverän Platz eins der Dreierrunde erreicht.

Ganz so kurios wie der 4:3-Sieg in Weyhers war der Erfolg der Spielgemeinschaft diesmal nicht, da die Hausherren fast über die komplette Spielzeit führten. Ein früher Doppelschlag leitete den Aufstieg der Spielgemeinschaft ein. Erst traf Nino Staubach in bester Abstaubermanier, nachdem SGJ-Keeper Sven Schott Benedikt Kreß' Fackel noch parieren konnte (19.). Gute 60 Sekunden später war Lucas Link mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern erfolgreich.

Sämtliche Hoffnungen schienen dann 50 Sekunden nach Wiederanpfiff über den Haufen geworfen. Kubilak Seker, früh für den verletzten Spielertrainer Paul Brylski ins Spiel gekommen, vertändelte den Ball im eigenen Strafraum, Kreß – nicht umsonst 53-facher Torschütze in der Liga – bedankte sich artig mit dem 3:0. "Wir sind durch saublöde Fehler ins Hintertreffen geraten", konstatierte SGJ-Vorsitzender Lothar Plappert, während SG-Kapitän Dany Spahn von "Toren zum richtigen Zeitpunkt" sprach.

Kretsch trifft dreifach, Kreß und Link aber doppelt

Dennoch wurde es noch einmal so richtig spannend, da Yannick Kretsch für Johannesberg gleich dreimal erfolgreich war. Der etatmäßige Verbandsliga-Spieler der SGJ traf erst nach einer guten Hereingabe, dann per platziertem Schlenzer und darüber hinaus noch per Kopf nach einer Ecke (55., 65., 77.). Kreß hatte zwischenzeitlich auf 4:2 erhöht, nachdem er vorher zwei Verteidiger klasse stehen ließ und beim abgefälschten Abschluss dann das nötige Glück hatte.

Johannesberg II benötigte in der Schlussphase also zwei Tore für den Aufstieg und den Sieg – das 2:1 gegen Weyhers war nicht deutlich genug. Pascal Schneider und Seker aus der Distanz hatten noch ordentliche Gelegenheiten, das ganz große Comeback sollte es aber nicht geben. Auch, da der quirlige Link in der Schlussminute den Deckel endgültig auf die Partie draufmachte.

"Wir hatten die ersten zwei Plätze einen Monat nicht in der eigenen Hand. Am letzten Spieltag wurden wir belohnt, dass wir durchgehend gepunktet haben, durch die Relegation wurde das Ganze jetzt noch einmal gekrönt", freute sich ein überglücklicher Spahn. Plappert sah seine Reserve spielerisch zwar auf einem besseren Niveau, "kämpferisch war Gundhelm/Hutten aber besser. Zudem haben sie einfach eine gewisse Qualität im Sturm."

Während Mannschaft und Anhänger Gundhelm/Huttens den Aufstieg entsprechend zelebrierten, ist Johannesberg II nun auf einen Lütterer Aufstieg in die Gruppenliga angewiesen. Den hat die TSG aber nicht in der eigenen Hand. Erster wird Lütter nur dann, wenn Schlitzerland Bebra mit 1:0 besiegt. Nur wenn Thalau aufsteigt, hätte auch Lütter als möglicher Zweiter eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg.

Die Statistik:

SG Gundhelm/Hutten: D. Heil – Ochs, M. Heil, Firle, Drebert – Christ, D. Spahn – Staubach, N. Spahn, Kreß – L. Link (N. Link, Klüh).
SG Johannesberg II: Schott – Schug, Schwendner, Brylski, Schneider – Kretsch, Schwarz – Abdi Shakur, Meinhardt, Dapar - Kabezki (Seker, Möller, Müller).
Schiedsrichter: Matthias Kristek (Büdingen).
Zuschauer: 900.
Tore: 1:0 Nino Staubach (19.), 2:0 Lucas Link (20.), 3:0 Benedikt Kreß (46.), 3:1 Yannick Kretsch (55.), 3:2 Yannick Kretsch (65.), 4:2 Benedikt Kreß (75.), 4:3 Yannick Kretsch (77.), 5:3 Lucas Link (90.+1).

Autor: Steffen Kollmann

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