18.08.2019

Dreier-SG gewinnt Wasserschlacht

Gruppenliga: Freiensteinau sorgt sich nach 0:1 auch um Kevin Stribrny

Marcel Zehner (links) bescherte Elters/Eckweisbach/Schwarzbach den nächsten Dreier. Foto: Charlie Rolff

Aufsteiger SG Freiensteinau musste gestern im zweiten Heimspiel der Saison die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Marcel Zehner erzielte bereits nach 19 Minuten das Tor des Tages für die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach, die nach drei Spielen die optimale Punkteausbeute von neun Zählern auf dem Konto aufweist.

Letztlich rührt der Gästesieg aus deren größerem Erfahrungsschatz. Dies wurde gerade bei Zehners Treffer deutlich, als dieser nach einem von Freiensteinaus Keeper Julian Sill zu kurz abgewehrten Freistoß gedankenschnell nachsetzte und das Leder im Freiensteinauer Tor unterbrachte. "Dem Treffer ging eine Verkettung von Fehlern voraus, die in der Gruppenliga eiskalt bestraft werden. Elters hat einmal aufs Tor geschossen und damit das Spiel gewonnen", meinte Freiensteinaus Trainer Heiko Breitenberger kurz nach Spielende. Zu allem Überfluss musste er in der Halbzeitpause auch noch Stürmer Kevin Stribrny herausnehmen: "Er ist kurz vorher übel gefoult worden. Der Knöchel war dick."

Die Freiensteinauer benötigten danach einige Zeit, um sich zu berappeln, hätten aber bereits nach 37 Minuten zum Ausgleich kommen können. Marvin Höbeler traf jedoch nur den Pfosten. Und wenig später schoss Jannik Beikirch in aussichtsreicher Position knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei. Zu dieser Zeit machte ein heftiger Platzregen allen 22 Akteuren das Leben auf dem Platz schwer. "Die Platzverhältnisse danach erinnerten schon ein wenig an die Wasserschlacht zwischen Deutschland und Polen bei der WM 1974 in Frankfurt", befand Breitenberger.

An ein "normales" Spiel war danach nicht mehr zu denken. Des Öfteren blieb das Spielgerät völlig unerwartet in einer Pfütze liegen, anstatt den Mitspieler zu erreichen. Zumeist spielte sich das Geschehen zwischen den beiden Strafräumen ab, so dass die Torhüter kaum noch ins Spiel miteinbezogen wurden. Freiensteinau bemühte sich zwar nach Kräften, zum Ausgleich zu kommen, hatte aber abgesehen von einem Schuss Marvin Höbelers (74.) nicht allzu viel Brauchbares in der Offensive anzubieten.

Schiedsrichter: Dietmar Wachsmann (Groß-Umstadt). Zuschauer: 150. Tor: 0:1 Marcel Zehner (19.). / rd

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