13.05.2018

EES schickt Müs in Richtung Abgrund - Fotos

Gruppenliga: Rhöner können fast planen

Marius Hohmann (Elters/Eckweisbach/Schwarzbach) schirmt den Ball gegen Tom Reinhardt ab. Foto: Kevin Kremer

Die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach hat einen Meilenstein auf dem Weg zum Gruppenliga-Klassenerhalt gesetzt und den Mitaufsteiger des vergangenen Sommers, Germania Müs, dank des 4:1 (0:0)-Erfolgs ganz nah an den Abgrund namens Kreisoberliga gedrängt.

Fahrt nahm der Kellergipfel erst nach der Pause auf. Den Startschuss lieferte Klemens Kümpel, der recht artistisch einen Chipball Moritz Reinhards per Kopf verwertete (52.). Und die Jubeltraube nach dem ersten Saisontreffer des Linksverteidigers hatte sich noch nicht richtig gelöst, da gab es Freistoß auf der Gegenseite, den Deniz Yildirim mit unfassbar viel Gefühl im linken Kreuzeck unterbrachte (54.). Wollten beide Teams bis Kümpels Treffer mehr Treffer vermeiden, spielten nun – vielleicht auch im Wissen der für sie schlechten Zwischenstände auf den anderen Plätzen – auf Sieg.

Für die SG EES waren es Jeremias Kümpel (57.) und Maximilian Grösch (64.), die die besten Chancen vergaben, auch weil Müs-Keeper Sebastian Schäfer gegen Grösch sensationell parieren konnte. Für Müs hätte Joker Ferit Acar treffen können, wenn nicht gar müssen – schob den Ball aber völlig frei vor Julius Conrad meterweit daneben (68.). Und so durfte – natürlich – Moritz Reinhard wieder für die Schlagzeile sorgen, weil er nach einem weiten Ball Julian Langguts auf und davon war und mit aller Entschlossenheit Schäfer im kurzen Eck überwinden konnte (76.). Das Tor zog Müs den Stecker, schnell machte Grösch mit einem frechen Abschluss gegen die Laufrichtung Schäfers den Sack endgültig zu – Joker Marcel Zehner hatte per tollem Sololauf aufgelegt (81.).

Lange war das Wetter am spannendsten

Die erste Halbzeit war vom Niveau her überschaubar, weil beiden Teams einerseits eine gewisse Nervosität anzumerken war und andererseits Fehlervermeidung oberste Priorität genoss. Schon da galt das Motto, ein Tor würde dem Spiel unwahrscheinlich guttun. Und ein paar wenige Möglichkeiten taten sich auch auf: Moritz Reinhard (7.) und Maximilian Kraus (27.) verzogen ihre Abschlüsse für die Gastgeber, auf der Gegenseite ließ Spielertrainer Marc Friedel früh aus der zweiten Reihe aufhorchen (11.), dazu traf Moritz Carle nach einer Ecke nur den Pfosten (37.) – die mit Abstand klarste Gelegenheit, die eigentlich hätte zur Gästeführung führen müssen.

Mit Unverständnis reagierten alle Beteiligten auf die Spielunterbrechung Anfang des zweiten Durchgangs, als es zwar kilometerweit entfernt etwas blitzte und donnerte, aber in Eckweisbach noch nichts vom Unwetter angekommen war. Kein Zuschauer sah sich gezwungen, einen Unterschlupf zu suchen. Letztlich durfte sich aber Eckweisbachs Kassierer freuen, denn der Ansturm auf Gyros, Pommes und Krautsalat nahm noch einmal zu.

Die Statistik:

SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach: Conrad – Möller, M. Weber, Hohmann, K. Kümpel – Langgut, Hahner – Kraus (72. Zehner), Grösch (90. P. Weber), J. Kümpel – M. Reinhard.
SV Germania Müs: Schäfer – T. Reinhardt, Büttner (64. C. Reinhardt), Schell, Henkelmann – Friedel, Yildrim – Claus, Sharif, Bagci (76. Keller) – Carle (46. Acar).
Schiedsrichter: Felix Kempa (TSV Mardorf).
Zuschauer: 220.
Tore: 1:0 Klemens Kümpel (52.), 1:1 Deniz Yildirim (54.), 2:1 Moritz Reinhard (76.), 3:1 Maximilian Grösch (81.), 4:1 David Möller (90.+3, Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis: Das Spiel war neun Minuten wegen des Wetters unterbrochen.

Autor: Johannes Götze

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