07.11.2019

Ehrenberg will Derby unbedingt spielen

Verbandsliga: Soden und Johannesberg gegen Topteams

Mehr Chance als Risiko stellt das Derby gegen Flieden für Robert Schorstein (rechts) und die SG Ehrenberg dar. Foto: Charlie Rolff

Vier osthessische Teams aus der Verbandsliga Nord sind bereits am Samstag (jeweils 14.30 Uhr) im Einsatz. Während die SG Bad Soden nicht so viel zu verlieren hat, bekommt es die SG Johannesberg mit Überfliegern zu tun. Angeschlagene Boxer treffen in Seiferts aufeinander.

SSV Sand - SG Bad Soden.

Im Bestreben, im Rennen um die ersten beiden Plätze doch noch einmal mitzureden, stünde Soden nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Aufsteiger Hombressen/Udenhausen ein Sieg bei der unmittelbaren Konkurrenz aus Sand gut zu Gesicht. „Wir fahren mit breiter Brust nach Sand, freuen uns, dass dort auf einem großen Rasenplatz gespielt wird, was uns entgegenkommt, und wollen das Maximum erreichen“, sagt Trainer Anton Römmich, der abermals zu Umstellungen in der Vierer-Abwehrkette gezwungen ist. Zwar kehren die Außenverteidiger Radomir Vlk und Jaroslav Kymlicka ebenso ins Team zurück wie Mannschaftskapitän und Innenverteidiger Christoph Neiter, doch fällt diesmal Tim Paulowitsch aus, der sich gegen Hombressen eine Gelb-Rote Karte einhandelte. Als Ersatz für den Innenverteidiger bietet sich Adrian Saletnik an. Bad Soden hat all seine vier Niederlagen auswärts kassiert. Hoffnung macht die mäßige Heimbilanz der Sander, die nur fünf von acht Heimspielen gewonnen haben. „Wir sind nicht auswärtsschwach. Vielmehr hat uns meistens das Glück gefehlt. Daher müssen wir noch mehr dafür tun, dieses Glück zu erzwingen“, sagt Römmich.

SG Johannesberg - SC Willingen.

Fünf Spiele ungeschlagen und dann spielfrei. Die Pause kam für die SG Johannesberg vor dem Spitzenspiel gegen Willingen etwas ungelegen. „Es war schon etwas komisch, kein Fußball vergangenes Wochenende zu haben. Trotzdem haben wir sehr gut trainiert und einen Mannschaftsabend veranstaltet“, blickt SGB-Coach Zeljko Karamatic auf die vergangene Woche zurück. Den kommenden Gegner hat der 47-Jährige bereits in Eichenzell beobachtet und sah eine kompakte, schnelle und schwer zu bespielende Mannschaft. „Da müssen wir höllisch aufpassen und dürfen nichts zulassen. Vorne müssen wir eben unsere Stärken ausspielen. Das ist einfacher gesagt, als getan“, warnt Karamatic vor allem vor dem starken Umschaltspiel der Willinger. Im Spitzenspiel kann der Ex-Neuhofer auf den gesamten Kader zurückgreifen. Höchstens Verteidiger Dorian Vranjes droht aufgrund von Schulterproblemen auszufallen.

SG Ehrenberg - SV Buchonia Flieden.

Nach dem 3:4 gegen Sand, dem fünften sieglosen Pflichtspiel in Serie, hat Fliedens Coach Zlatko Radic seinen Mannen erst einmal zwei freie Tage gewährt, "um die Köpfe freizubekommen". Gearbeitet wurde letztlich trotzdem im Training, vor allem an der Defensive. Zwar ist Radic eigentlich ein Verfechter der Dreier-Abwehrkette, die unter anderem in Bad Soden beim 1:3 lange funktioniert hatte. "Wir werden allerdings auch in Seiferts mit Viererkette spielen. Das sind die Jungs einfach gewohnt", will der 50-Jährige, der zehn Punkte aus den vier Spielen bis Winter fordert, nicht zu viel basteln, zumal mit Offensivmann Leon Busch (Oberschenkelzerrung) ein weiterer Ausfall zu beklagen ist und die zeitgleich spielende Reserve auch mindestens elf Mann stellen möchte.

Gespielt wird in Seiferts auf jeden Fall, geht es nach Udo Wischniewski aus dem Ehrenberger Führungsteam: "Fliedens Zweiter Vorsitzender Frank Happ rief an, wie wir spielen wollen. Statt der Trikotfarbe habe ich gesagt: ,Zu Null, und am besten vorne zwei Tore'", berichtet Wischniewski lachend. Nicht nur wegen der Witterung sei ein Kampfspiel ohnehin programmiert, bei einem Ausfall bekäme es Ehrenberg in einem Nachholspiel wohl zudem mit einem stärkeren Fliedener Team zu tun. Mit Ausnahme der zwei am Kreuzband Lädierten und Keeper Simon Voll seien alle Mann an Bord, Druck gebe es vom Vorstand trotz der Misere weiterhin keinen, vielmehr freut man sich in der Rhön auf das nächste Highlight, kam Flieden doch sonst immer nur zu Sportfesten angereist.

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