11.05.2018

Eichenzell, FT, Blankenau/Stockhausen und Heubach vor Krönung

Nächste Meisterentscheidungen könnten fallen

Können Heiko Rützel und der FC Eichenzell am Wochenende über die Meisterschaft jubeln? Archivfoto: Charlie Rolff

Wenn alles gut läuft, dann kann die Britannia aus Eichenzell am Wochenende die Meisterschaft in der Gruppenliga und die damit verbundene Rückkehr in die Verbandsliga Nord eintüten. Auch FT Fulda, Blankenau/Stockhausen und der TSV Heubach können die Sektflaschen schon mal kalt stellen.

Gruppenliga

Grundvoraussetzung für einen vorzeitigen Titelgewinn ist für Eichenzell ein Sieg am Samstag (16 Uhr) bei der Spvgg. Hosenfeld. Ausgerechnet Hosenfeld mag sich Eichenzells Trainer Heiko Rützel denken. Denn hier ist er aufgewachsen, hat mit dem Fußball begonnen. „Meine Familie lebt ja in Hosenfeld, aber darum geht es mir nicht. Das Besondere an dem Tag wäre, dass wir den großen Schritt schaffen können“, sagt Rützel, der aber eher davon ausgeht, dass die Meisterfeier um eine Woche verschoben wird. „Die Konstellation müsste schon sehr gut für uns laufen. Ich denke, dass wir Pfingstmontag daheim gegen Thalau den Schritt machen, ist realistischer.“

Personell wird es im Eichenzeller Lager eng: Lukas Heil, Roman Schad, George Kitagenda, Matthias Heumüller (alle muskuläre Probleme) sowie Moritz Müller (Pferdekuss) sind alle angeschlagen.

Dass es spielerisch in 2018 nicht so läuft wie in der Hinrunde, hat für Rützel Gründe: „Einerseits beißen die Teams unten in der Rückrunde immer mehr, als das in den ersten Spielen der Fall ist. Dazu hat uns ja jeder nach den Siegen gegen Thalau und Künzell schon zum Meister geschrieben. Das hat sich in den Köpfen der Spieler festgesetzt. Die Quittung haben wir in Eiterfeld bekommen, wobei wir jetzt wieder fokussierter und zielstrebiger sind.“

Verfolger Thalau spielt am Sonntag daheim gegen Ehrenberg und will da mit einem Dreier auch den zweiten Platz gegenüber Künzell (daheim gegen Schlüchtern) absichern. (Sofa)-Meister wäre Eichenzell bei einem eigenen Sieg und bei einer Niederlage Thalaus am Sonntag.

Kreisoberligen

In der Kreisoberliga Mitte zweifelt niemand mehr am Titelgewinn von FT Fulda. Genau 20 Jahre nach dem Abstieg könnten die „Turner“ am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Pilgerzell den großen Wurf perfekt machen. Da man den direkten Vergleich mit Verfolger Schlitzerland für sich entschieden hat, genügt FT bereits ein Punkt am Andreasweg.

Eine Entscheidung könnte im Abstiegskampf fallen, denn im Rhönderby zwischen Simmershausen und der SG Ulstertal (Sonntag, 15 Uhr) steckt eine Menge Dampf.

Beten, dass kein Süd-Vertreter aus der Gruppenliga absteigt und dann endlich mal wieder gewinnen. So kann Schlusslicht Rommerz vielleicht noch die Kreisoberliga Süd halten. Gegen Weyhers im Kellerduell ist ein Heimsieg Pflicht. Der nutzt aber nur dann etwas, wenn Herolz heute gegen Schweben zu Hause nicht gewinnt.

A-Ligen

Die Sektkorken könnten am Sonntag (15 Uhr) in der A-Liga Fulda/Lauterbach knallen. Ein Heimsieg von Blankenau/Stockhausen gegen Ilbeshausen (in Stockhausen) und ein zeitgleicher Sieg von Bimbach im Verfolgerduell bei der FSG Vogelsberg, und die Meisterschaft wäre Christopher Erb und seiner Mannschaft nicht mehr zu nehmen. Das Hinspiel in Ilbeshausen war eine Nullnummer. Für die Spielgemeinschaft spricht die Heimstärke (erst eine Niederlage).

Mit zwei Auswärtssiegen könnte die Reserve der SG Johannesberg den zweiten Platz in der A-Liga Fulda und damit die Teilnahme an der Kreisoberliga-Relegation eintüten. Heute (19 Uhr) geht es zum Derby zu Bronnzell II, am Sonntag spielt man auf Kunstrasen bei Buchonia Fulda.

Völlig offen ist das Titelrennen in der A-Liga Schlüchtern, wo es am Sonntag zum Knaller zwischen dem Dritten Gundhelm/Hutten und Spitzenreiter Niederzell kommt. Lachender Dritter könnte Flieden II sein, das gegen die „Fliedener Fraktion“ aus Veitsteinbach klarer Favorit ist.

B-Ligen

Nachdem man zuletzt drei Mal als Vizemeister in die A-Liga aufgestiegen ist, steht der TSV Heubach in der B-Liga Schlüchtern vor dem ersten Meistertitel seit 2003. Damals war der heutige Kerzeller Trainer Michael Jäger noch Coach und mit 21 Treffern bester Torschütze. Um im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Niederkalbach den Titel klar zu machen, genügt den Heubachern am Sonntag (15 Uhr) auf eigenem Platz bereits ein Unentschieden.

Frauen

In der Frauenfußball-Hessenliga benötigt Gläserzell im Abstiegskampf gegen den potenziellen Meister Jahn Calden (Samstag, 17 Uhr) einen richtig guten Tag. Eine Klasse tiefer will die TSG Lütter die frisch gewonnene Tabellenführung in der Verbandsliga Nord im Heimspiel gegen die Sportfreunde aus Marburg (Samstag, 17 Uhr) verteidigen. / kr

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