05.02.2018

Ein Ex-Borusse trainiert jetzt in Vietnam

Was macht eigentlich Martin Forkel?

Martin Forkel lernte in Fulda seine Frau Corinna kennen. Foto: Charlie Rolff

Dem Fußball verschrieben hat es den Ex-Borussen Martin Forkel nach Asien verschlagen. Der inzwischen 38-Jährige, der in der Saison 1999/2000 für den Fuldaer Traditionsverein am Ball war und in der Barockstadt auch seine Frau Corinna kennenlernte, ist seit wenigen Wochen beim vietnamesischen Erstligisten Ho Chi Minh City FC als Co- und Athletik-Trainer unter Vertrag.

„Ich wäre natürlich gerne in Deutschland geblieben, aber die Angebote, die ich bekommen habe, konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen. Zudem hatte ich ein inneres Gefühl, das mir gesagt hat, nochmal eine Auslandserfahrung zu sammeln. Ich finde, man kann als Trainer nur erfolgreich sein, wenn man offen für Neues ist und bereit ist, über den Tellerrand zu schauen“, verrät Forkel im Gespräch mit transfermarkt.de. Dafür hat der langjährige Zweitligaprofi sogar seine Frau und zwei Kinder in Deutschland gelassen, um sich voll und ganz auf das Abenteuer in Asien einzulassen.

Vietnam ist für den A-Lizenz-Inhaber jedoch kein Neuland. Bereits von Juli bis Dezember 2016 war Forkel für ein halbes Jahr Fitnesstrainer der U19-Nationalmannschaft, nun folgte im Januar diesen Jahres der Schritt in den vietnamesischen Vereinsfußball. Gerade die Zusammenarbeit mit dem japanischen Cheftrainer Toshiya Miura bereitet dem früheren Abwehrspieler große Freude. „ Mit Toshiya war ich sofort auf einer Wellenlänge. Der japanische Fußballstil ist sehr an den europäischen Fußball angelehnt, und so macht das tagtägliche Arbeiten sehr viel Spaß“, sagt Forkel, der gegenüber transfermarkt.de berichtet, „dass die Spieler alles wie ein Schwamm aufsaugen und sich unbedingt verbessern wollen“. In Zukunft möchte der gebürtige Coburger aber wieder eigenständig arbeiten und strebt an, den Fußballlehrerschein zu erwerben. „Ich weiß, dass die Auswahlkriterien sehr hoch sind“, so Forkel.

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