12.08.2018

Ein Remis als Schritt nach vorne - Fotos

Verbandsliga Nord: SGJ 2:2 gegen Eschwege

Eric Stephane Kengni Fotsing (rechts) im Duell mit Doppeltorschütze Finn Jüttner. Foto: Charlie Rolff

Der erhoffte Befreiungsschlag ist ausgeblieben. Mit einem 2:2 muss sich die SG Johannesberg im ersten Saisonheimspiel gegen Eschwege zufriedengeben und hätte am Ende sogar noch verlieren können. Jochen Maikranz sah trotzdem einen Schritt nach vorne.

Als Finn Jüttner in der Nachspielzeit den Ball aus knapp 25 Metern an die Latte setzte, dürfte den Zuschauern kurz der Atem gestockt haben. In einer zweiten Halbzeit ohne wirkliche Torabschlüsse hätte der Eschweger Stürmer mit seinem dritten Tor beinahe erneut das Spiel gedreht. So blieb es aber beim gerechten Remis.

„Unsere Fehler wurden heute von einer guten Mannschaft eiskalt bestraft“, musste Maikranz eingestehen. „Trotzdem haben wir heute einen Schritt nach vorne gemacht, zumindest über 60 Minuten. In dieser Phase waren wir diszipliniert und hatten auch Tempo in den Aktionen.“ Bestes Beispiel dafür war die einzige nennenswerte Chance der Johannesberger in der zweiten Halbzeit, als Radomir Vlk über rechts kam, die Flanke halbhoch und hart reinbrachte, aber Ferhat Yildiz es schaffte, den Ball aus vier Metern nicht im Tor unterzubringen. „So ein Ding musst du halt machen“, sagte Maikranz offen und ehrlich.

Im ersten Durchgang hatte seine Mannschaft vielversprechend angefangen. Von Beginn an wurden die Eschweger unter Druck gesetzt und immer wieder zu Fehlpässen gezwungen. Kapital konnte aber keines daraus geschlagen werden, stattdessen traf Jüttner zum ersten Mal auf der anderen Seite. (13.) Dann aber belohnte sich die SGJ: Erst durch Yildiz, der einen langen Jordan-Ball von rechts verwertete (27.) und anschließend Cino Schwab, der sich aus 23 Metern per Volleyaufsetzer traf. (39.) Aufregung gab es bis zur Pause nur noch, als Eschwege Göhler im Strafraum mit Patrise Gjocaj in Kontakt geriet. Schiedsrichter Heist entschied aber auf Weiterspielen. Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt: Jüttner traf erneut zum Ausgleich, als er in einen Freistoß aus dem Halbfeld seinen Schlappen reinhielt.

„Ich sage es immer wieder: wir haben die halbe Mannschaft ausgetauscht und haben es bislang noch nicht geschafft, die Achsenspieler, die wir verloren haben, mit Leistungen der Mannschaft zu ersetzen. Wir müssen nun weitermachen, unsere Leistungen sachlich spiegeln“, blickt Maikranz voraus und möchte den Bock möglichst nächste Woche in Schwalmstadt umstoßen.

Die Statistik:

SG Johannesberg: Hofacker – Vlk, Moise, Walt, Wiesner – Kengni Fotsing – Gjocaj (85. Keller), Schwab, Reksius (69. Kretsch), Yildiz (82. Velkovski) – Jordan
SV Eschwege: Göhler – Fricke, Droszczak, Gadea Baringo, Vidal Gadea – Huhn, Dreyer (23. Kochanowski) – Jüttner, Kaufmann, Jung (88. Tadeis Gambetta) – Kazak
Schiedsrichter: Daniel Heist (Kassel). Zuschauer: 200. Tore: 0:1 Finn Jüttner (13.), 1:1 Ferhat Yildiz (27.), 2:1 Cino Schwab (39.), 2:2 Finn Jüttner (57.).

Autor: Tobias Konrad

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