10.05.2018

Ein Remis könnte für die Aufstiegsrunde schon reichen

Hessenliga: Letzte Chance für Watzenborn-Steinberg gegen Lehnerz

Während Patrick Schaaf (links) und der TSV Lehnerz Platz zwei unter Dach und Fach bringen wollen, möchten Christopher Schadeberg und Watzenborn-Steinberg ihre letzte Chance nutzen. Archivfoto: Charlie Rolff

Das vergangene Wochenende hätte für den TSV Lehnerz nicht besser laufen können. Durch den eigenen 5:1-Sieg gegen Vellmar sowie den Strauchlern der Verfolger kann die Mannschaft von Marco Lohsse schon Samstag (15 Uhr) die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga aus eigener Kraft eintüten. Gegner ist ausgerechnet der direkte Konkurrent Watzenborn-Steinberg.

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt der TSV bei der Teutonia, kann er nicht mehr von Platz zwei verdrängt werden. Gewinnt der letztjährige Regionalligist, wird eine Entscheidung am drittletzten Spieltag vertagt. Bei einem Unentschieden könnte Watzenborn-Steinberg nicht mehr vorbeiziehen, dafür wäre aber Alzenau noch im Rennen. Aber nur dann, wenn die Bayern ihr Spiel gegen den SC Hessen Dreieich gewinnen, der seines Zeichens in Alzenau Meister werden kann. Ein Remis würde den Lehnerzern zur endgültigen Sicherstellung von Rang zwei also reichen, wenn Dreieich in Alzenau etwas holt.

„Meine Planung läuft nur hinsichtlich Watzenborn“, betont Trainer Marco Lohsse, der von den Aufstiegsspielen noch nichts wissen will. Vielmehr weist der Coach auf die Schwere der Aufgabe bei der Teutonia hin: „Sie haben die meisten Tore der Liga erzielt und vier Spieler in ihren Reihen, die schon zweistellig getroffen haben und zu den besten Torjägern der Klasse gehören. Timo Cecen ist einer der besten Mittelfeldspieler der Liga, ganz vorne haben Markus Müller, Damjan Marceta und Raffael Szymanski enorm viel Qualität. Neben Dreieich haben sie die beste Mannschaft.“

Borussia Fulda konnte die Truppe von Daniyel Cimen am vergangenen Samstag aber knacken. Den 1:0-Erfolg des SCB hat sich Lohsse per Video komplett angesehen und seine Lehren daraus gezogen: „Wir müssen einen frühen Rückstand vermeiden, gut gegen den Ball arbeiten, unsere Zweikämpfe gewinnen und durch Umschaltaktionen Nadelstiche setzen. Wenn wir mit denen mitspielen wollen, sind wir chancenlos. Die Einzelspieler kann man nicht vergleichen, wir sind aber aufgrund unserer mannschaftlichen Geschlossenheit auf dem zweiten Platz“, betont der 39-Jährige, der das Spiel deshalb auch mit „der große Favorit gegen die große Überraschung“ tituliert.

Mit einem Unentschieden könnte Lohsse deshalb nicht nur aufgrund der Konstellation um den Aufstiegsrelegationsrang leben. „Damit wären wir glücklich und zufrieden. Für Watzenborn ist es dagegen die letzte Chance, sie müssen uns schlagen, wenn sie noch um Platz zwei mitreden wollen.“

Personell gibt es allerdings noch einige Fragezeichen auf Lehnerzer Seite. Sebastian Sonnenberger, Marcel Dücker, Niklas Odenwald und Alexander Reith fehlten unter der Woche aufgrund von Blessuren oder Erkältungen. Bei ihnen ist der Einsatz noch fraglich, ansonsten steht der Kader aus dem 5:1 gegen Vellmar aus der Vorwoche zur Verfügung. Da hat insbesondere Steven von der Burg mit seinem Hattrick innerhalb einer Viertelstunde ein tolles Bewerbungsschreiben abgegeben und sich für weitere Startelfauftritte – auch schon bei Watzenborn-Steinberg – empfohlen.

Autor: Steffen Kollmann

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