Tor, Eigentor und verschuldeter Elfmeter

Eine Achterbahnfahrt zum Debüt

09. September 2020, 12:00 Uhr

Lang ist es her, dass Dennis Möller(hier noch für die C-Junioren von Horas) im Sturm auflief. Das Toreschießen hat er als Verteidiger aber nicht verlernt. Foto: Picasa

„Feuertaufe bestanden“, resümiert der Müser Dennis Möller nach seinem Gruppenligadebüt gegen Großenlüder. Der 19-Jährige rückte kurzfristig in die erste Elf und machte eine klasse Partie – trotz verursachtem Elfmeter und Eigentor.

Zugegeben: Gegen ein ruhigeres Debüt hätte der Student sicher nichts gehabt, dafür bleibt diese Feuertaufe aber noch lange im Gedächtnis. Ein Tor machen: Gefühlsexplosion. Einen Elfmeter verursachen: vielleicht etwas ungeschickt. Ein Eigentor schießen: extrem bitter. Aber alles von Anfang.

Im Abschlusstraining hatte sich Verteidiger Michel Jäpel verletzt, weshalb sich der 19-Jährige einen Platz in der ersten Elf ausgemalt hat. „Und so war es auch. Ich muss aber gestehen, dass ich sehr nervös war.“ Diese Nervosität verflog allerdings schnell, schließlich lag die volle Konzentration auf dem Platz. Da sich beide Teams in der ersten Halbzeit nur abtasteten, rückte der Landenhäuser erst in der zweiten Halbzeit in den Fokus.

„Nach einem Zweikampf mit Hendrik Auth bin ich aufgestanden und habe mich gefragt: Was geht denn jetzt ab?“ Was war passiert? Großenlüders Auth wurde hoch angespielt, danach lagen beide Akteure am Boden und Schiedsrichter Christian Goldlitz zeigte auf den Punkt – Elfmeter. Möller habe aus eigener Sicht zuerst den Ball getroffen und danach die offene Sohle von Auth – ein Kann-Elfmeter, wie der Verteidiger erklärt. „Mit ein bisschen mehr Erfahrung gehe ich da vielleicht anders hin. Generell hatte ich ein paar leichtsinnige Fehler, bin aber mit zunehmender Spieldauer immer besser reingekommen.“

Und diese Leistung wurde mit einem Tor belohnt. Erstes Gruppenligaspiel, erstes Gruppenligator. „Was eine Gefühlsexplosion. Nach dem Tor sind alle Emotionen herausgekommen – auch wegen des Elfmeters“, betont Möller. Denis Erovic hatte per Ecke den Treffer vorbereitet. Dass der Spieler mit der Rückennummer fünf danach nochmal in den Fokus rücken sollte, konnte auch er sich nicht ausmalen. Das Eigentor: die Ironie des Schicksals.

„Ich wollte den Ball blocken und dann lag er im Tor. Da muss ich mir nichts vorwerfen“, betont Möller, der im Vergleich zur Jugend die Robustheit und Schnelligkeit im Spiel feststellte. Dass er sein Debüt ausgerechnet gegen Großenlüder feierte, passte nach dieser Achterbahnfahrt ins Bild: Schließlich war Möller im Juniorenbereich für Lüdertal aktiv und hatte die Wahl zwischen Müs und Großenlüder. „Die Entscheidung stand allerdings früh fest. Müs hat sich sehr um mich bemüht und die Gespräche mit unserem Trainer Denis Erovic waren super.“ Mit der Germania möchte sich der 19-Jährige der Herausforderung Klassenerhalt annehmen – am liebsten in der Startelf.

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