10.10.2018

Eine souveräne 3:0-Führung muss aus den Köpfen

Gruppenliga: Wichtige Nachholspiele bei FT Fulda und Kerzell

Jose Alberto Santiago Marmol (links) wird FT Fulda erstmals fehlen. Foto: Charlie Rolff

Vier Spiele mussten in der Gruppenliga am 23. September ob des Unwetters abgebrochen und neu angesetzt werden. Zwei davon werden heute Abend nachgeholt. Bei FT Fulda und in Kerzell geht es um wichtige Zähler im Abstiegskampf.

FT Fulda – SV Großenlüder (19.30 Uhr):

„Ich muss bei meinen Spielern dieses erste Spiel aus den Köpfen bekommen. Da haben wir beim Abbruch souverän und verdient 3:0 geführt“, warnt FT-Coach Romeo Andrijasevic. „Der eine oder andere wird im Unterbewusstsein bestimmt denken, dass das ein relativ einfaches Spiel wird. Dem ist aber nicht so. Die Karten sind völlig neu gemischt.“ Verzichten muss der Aufsteiger auf Michael Kircher (Studium), Timo Zimmermann (Urlaub) und Jose Alberto Santiago Marmol. Der 21-jährige Spanier, der bisher alle Saisonspiele für FT bestritten hat, zog sich beim 1:1 in Thalau eine Zerrung zu.

Der jüngste Punktgewinn freut Andrijasevic doppelt. „Weil wir einerseits wieder gegen einen der großen Gegner gezeigt haben, dass wir mithalten können, und zweitens, weil wir zum ersten Mal in dieser Saison einen Rückstand aufgeholt und gepunktet haben.“

Bei Großenlüder wird die Mannschaft indes immer jünger. Nach den langfristigen Ausfällen der Spieler Ripka und Hohmann ist nun auch für Sascha Hasenauer die erste Saisonhälfte gelaufen. Der Routinier brach sich den Arm und kann 2018 nicht mehr eingesetzt werden. „Ich hoffe, dass wir wieder so diszipliniert auftreten, wie wir das am Sonntag in Ehrenberg gemacht haben“, sagt Teutonen-Trainer Frank Atzler. „Ich weiß aber auch, dass FT zum einen sehr heimstark ist und dass sie zum anderen höchst motiviert sein werden, uns zu beweisen, dass das 3:0 aus dem abgebrochenen Spiel kein Zufall war.“

SG Kerzell – SG Festspielstadt (19 Uhr):

Das jüngste 1:4 bei Oberzell/Züntersbach sei nicht so schlimm gewesen, wie es das Ergebnis aussagt, meint Helvetia-Trainer Michael Jäger. „Wir haben zwei, drei dumme Fehler gemacht, die der Gegner eiskalt genutzt hat. Auf der anderen Seite hatten auch wir drei gute Möglichkeiten, die wir aber nicht reinmachen. Ich habe eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen“, sagt er. Jägers Elf war dann spätestens nach der Gelb-Roten Karte gegen Tom Schnopp endgültig chancenlos. „Mit einem Mann weniger ist es fast unmöglich, einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen“, ergänzt Jäger.

Doch Kerzell klebt das Pech dieser Tage am Stiefel: Niklas Hilfenhaus hat sich in Oberzell am Sprunggelenk verletzt und wird erst mal ausfallen. „Da haben wahrscheinlich die Bänder etwas abbekommen“, vermutet Jäger. Auch Nico Bensing wird gegen die Festspielstadt nicht mitwirken können. Er ist einerseits privat verhindert und zudem ebenfalls angeschlagen. Da auch Dennis Hohmann und Dirk Kress fehlen werden, stellt sich Jägers Mannschaft weitgehend von alleine auf.

„Schade, dass das Spiel vor drei Wochen abgebrochen wurde. Wir haben nach 75 Minuten 2:1 geführt und waren auf einem guten Weg. Jetzt hat Hersfeld Emmanuel Crawford wieder dabei, und bei uns fehlen die Leute. So ist das leider manchmal im Fußball“, sagt Jäger. / kr

Kommentieren

Vermarktung: