01.06.2019

Erst die Vater-, dann die Torfreude - Fotos

Relegation KOL Nord: Niederjossa schlägt Großentaft und schielt Richtung Klassenerhalt

Viermal durfte die Bank des SV Niederjossa jubeln. Foto: Kevin Kremer

Das Ziel, über die Relegation den Klassenerhalt zu feiern, hat beim SV Niederjossa neuerliche Hoffnung erlebt. Nach dem Remis in Spiel eins gegen den FSV Hohe Luft siegte der SVN mit 4:1 (2:0) dank des Viererpacks von Christian Pfeiffer beim Hünfelder A-Ligisten Großentaft.

Die Entscheidung fällt nun am kommenden Mittwoch bei der Hohen Luft (19 Uhr), wenngleich die Chancen für den SV Großentaft rapide gesunken sind. Lediglich Rang zwei ist noch möglich, doch für Spielertrainer Thomas Winter ist dieses Spiel unmittelbar nach Abpfiff weit weg gewesen: „Wir müssen uns schnellstens regenerieren und die Partie aus den Köpfen bekommen.“ Die Enttäuschung war dem 51-Jährigen anzumerken, denn viel zu selten gelang es seiner Elf gegen den Kreisoberligisten mitzuhalten.

Doch wer weiß, wie die Begegnung verlaufen wäre, wenn nach Christian Pfeiffers früher Führung (7.) Benedikt Schmelz (16.) oder Winter selbst (21.) für den Ausgleich gesorgt hätten? So aber wurde es das Spiel des „Piff“, wie Christian Pfeiffer liebevoll genannt wird. Gleich viermal traf der 33-Jährige ins Netz, hätte bei seinem vergebenen Foulelfmeter gar noch einen fünften Treffer markieren können. Allgemein waren die Tage sehr emotional, wie der künftige Spielertrainer der SG Neuenstein eingesteht: „Erst am Mittwoch der späte Ausgleich, dann gestern Abend die Geburt meiner Tochter Linn Marie und jetzt mein letztes Spiel für den SV Niederjossa. Die Zeit hier war wunderschön – und ich hoffe, dass Großentaft am Mittwoch sich nochmal voll reinhängt und wir den Klassenerhalt feiern dürfen.“

Satte 103 Pflichtspieltreffer erzielte Pfeiffer in den zurückliegenden drei Spielzeiten für den SVN, doch wenn es ganz schlecht läuft, reichen selbst seine vier Tore gegen den SVG nicht. Teilweise abenteuerlich präsentieren sich die Hausherren im Schlussdrittel in der Defensive, sodass Keeper Hemmerlich noch zwei, drei weitere Tore der Gäste verhinderte. Und offensiv zeigt eine Szene ganz deutlich die 90 Minuten des SV Großentaft auf: Als Marcel Michel nach 72 Minuten per Foulelfmeter die Möglichkeit zum Anschlusstreffer besitzt, versagen ihm die Nerven. Sein Schuss kullerte weit am rechten Pfosten vorbei. Da half auch Michael Rübes Ehrentreffer in der Nachspielzeit nicht mehr, um die Laune der Blau-Weißen aufzuheitern.

Die Statistik:

SV Großentaft: Hemmerling – A. Krieg, Helmke, Münkel – Wiegand, Rübe – Schmelz, Winter, Heller – Jost, Max. Michel (Mar. Michel, Matkovic).
SV Niederjossa: Schmidt – Giese, Sauer, Vater – Schneider, Dickert – Zeidler, Schwab, Zweininger – Pfeiffer, Hartung (Bulach, Stock, Adrovic).
Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (SV Herolz).
Zuschauer: 500.
Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Christian Pfeiffer (7., 36., 71., 89.), 1:4 Michael Rübe (90.+1).
Verschossene Foulelfmeter: Christian Pfeiffer (Niederjossa) scheitert an Andre Hemmerling (49.), Maximilian Michel (Großentaft) schießt neben das Tor (72.).

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